Große Betroffenheit am Godelheimer See
WDR. 02:29 Min.. Verfügbar bis 24.06.2028.
Einen Tag nach dem tödlichen Badeunfall im Godelheimer See ist das Entsetzen in Höxter groß. Ein 18-Jähriger war untergegangen, als er mit Freunden zu einer Badeinsel schwamm. Obwohl die Feuerwehr innerhalb von wenigen Minuten vor Ort war, wurde der Mann erst 45 Minuten später im Wasser gefunden. Er war ertrunken.
Höxters Bürgermeister Daniel Hartmann war persönlich dabei, als der 18-Jährige tot geborgen wurde. Er stehe heute noch unter Schock, sagt er dem WDR. Die DLRG war gestern nicht in ihrer Station am Godelheimer See. "Wir sind alle ehrenamtlich tätig", erzählt Lebensretter Andreas Bartella.
"Wir sehen zu, dass wir rund um die Sommerferien herum aufpassen und an den Wochenenden." Andreas Bartella, DLRG Westfalen
Andreas Bartella musste schon mehrere Rettungseinsätze miterleben.
Bartella koordinierte gestern den Rettungseinsatz, sein Bruder leitete ihn. Der hauptberufliche Feuerwehrmann warnt davor, den Godelheimer See zu unterschätzen. "Nah am Ufer ist alles flach. Auf dem Weg zu der Badeinsel kommt ein Algenfeld, das manche Schwimmer erschreckt. Und dann ist der See plötzlich sechs bis acht Meter tief."
Immer wieder Rettungseinsätze
Als gestern der Unfall passierte, war es sehr voll am Godelheimer See. Einen Tag später um die Mittagszeit wirkt er idyllisch und harmlos. Es sind schon wieder einige Badegäste da, auch Eltern mit kleinen Kindern. Man müsse halt aufpassen, sagen sie. Das rät auch DLRG-Mann Bartella: "Es ist schwer, das ganze Gelände zu überwachen. Achtet aufeinander, und guckt nicht nur auf eure Handys."
Bartella hat an einem Paderborner See schon einmal eine tote Schwimmerin bergen müssen. Aber er war auch dabei, als seine DLRG-Kollegen vor einem Jahr in letzter Minute ein Kind aus dem Godelheimer See retteten.
Unsere Quellen:
- Recherche und Gespräche von unserem Reporter vor Ort
Sendung: WDR 2, Lokalzeit OWL, 24.06.2026, 15:30
