Der 61-Jährige aus Schlangen war am frühen Samstagmorgen in den See gegangen, sei ein paar Meter geschwommen und untergetaucht, so die Polizei. Ein Zeuge hatte den Notruf gewählt. Die herbeigerufenen Rettungskräfte konnten ihn nur noch tot aus dem See bergen.
Ein Fremdverschulden kann die Polizei nach ersten Erkenntnissen ausschließen. Deswegen gehen sie von einem Badeunfall aus. Die Ermittlungen dauern an. Der Mann hatte zuvor jemanden auf dem Campingplatz am Schiedersee besucht.
Schiedersee: Sieht nicht so aus, birgt aber Gefahren
Das Baden ist im Schiedersee verboten. Das hat mehrere Gründe. Es gibt dort starken Algenbewuchs. In den Pflanzen kann man sich verheddern und dadurch in eine Notsituation geraten.
Außerdem ist der See nur im direkten Uferbereich flach. Danach fällt er sehr stark ab. Die Wassertemperaturen können in den unterschiedlichen Wassertiefen stark schwanken.
Mehrere Schilder weisen am Schiedersee auf das Badeverbot hin
Besonders bei Hitze ist es dann gefährlich, wenn man in einen sehr kalten Bereich gerät. Das kann den Körper belasten und zu gesundheitlichen Problemen wie Krämpfen oder Kreislaufversagen führen. Dadurch kann man schnell unvermutet in Lebensgefahr geraten.
Behörden: Badeverbot soll Menschen schützen
Die Behörden sprechen Badeverbote nicht ohne Grund aus. Sie sollen Menschen vor Gefahren schützen - oder manchmal auch die Natur vor Zerstörung.
Sind Gewässer unbewacht, ist man in einer Notsituation zudem völlig auf sich allein gestellt. Es gibt keine Rettungsschwimmer, die einen aus dem Wasser ziehen und an Land im Notfall beispielsweise sofort beatmen könnten.
Unsere Quellen:
- Polizei Kreis Lippe
- Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
- WDR-Archiv
- Webseite der DLRG
Sendung: WDR.de, 61-Jähriger stirbt beim Schwimmen im Schiedersee, 27.06.2026, 11:15 Uhr