Ein Jahr nach Messerangriff: Siegen hofft auf friedliches Stadtfest

Lokalzeit Südwestfalen 29.08.2025 00:47 Min. Verfügbar bis 29.08.2027 WDR Von Janine Simon

Ein Jahr nach Messerangriff: Siegen hofft auf friedliches Stadtfest

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Zehntausende Besucher werden in Siegen von Freitag an zum Stadtfest erwartet. Vor genau einem Jahr hatte eine 32-Jährige in einem Bus zum Fest drei Menschen lebensgefährlich verletzt. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen sollen helfen, dass es diesmal friedlich bleibt.

Von Tristan Peña Hoffmann

Zum ersten Mal werden mobile Fahrzeug-Sperren an den Zufahrten zum Siegener Stadtfest eingesetzt. Außerdem gibt es wie in den vergangenen Jahren einen Sicherheitsdienst, der die Taschen der Besucher kontrolliert. Die Veranstaltung wird videoüberwacht und es gilt ein generelles Waffen-Verbot.

Stadt bereitet sich vor

Schon weit im Vorfeld der Veranstaltung haben sich die Verantwortlichen in Siegen Gedanken darüber gemacht, wie man das Sicherheitskonzept verschärfen kann. Trotz der neuen Maßnahmen schränkt der zuständige Beigeordnete Arne Fries (CDU) ein:

"Eine hundertprozentige Sicherheit kann niemand garantieren." Arne Fries, Beigeordneter der Stadt Siegen

Fries betont aber auch: "Ich kann jedoch versichern, dass wir alles tun, um den Schutz unserer Gäste zu gewährleisten".

Aufgrund der schlimmen Ereignisse des Vorjahres hat die Stadtverwaltung für dieses Jahr ein Motto für das Stadtfest ausgegeben: "Für Zusammenhalt und Demokratie". Damit wolle Siegen sich das friedliche und tolerante Miteinander nicht nehmen lassen, heißt es in einer Mitteilung.

Maßnahmen der Busbetriebe

Ein besonderes Augenmerk gilt in diesem Jahr den Bussen der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd. Schließlich war der Vorfall im vergangenen Jahr in einem Linienbus passiert.

Messerattacke auf Siegener Stadtfest

Zahlreiche Einsatzkräfte nach dem Vorfall im Linienbus

Bildquelle: Sascha Ditscher / dpa

"Die Busse sind mit Notfallknöpfen ausgestattet, die ein Signal direkt an die Leitstelle der VWS schicken", sagt Busbetriebsleiter Stephan Bettermann. Diese Sicherheitsmaßnahme gab es schon vor dem Angriff vor einem Jahr.

Neu hingegen: Seit Mitte August gehören die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd dem Netzwerk #SicherimDienst der Landesregierung NRW an. Ziel ist, dass sich Beschäftigte im öffentlichen Dienst - wie Busfahrer, Polizisten oder Servicekräfte - untereinander über ihre Erfahrungen mit Gewalt austauschen können.

Busfahrer verhinderte womöglich Schlimmeres

Der Busfahrer, in dessen Bus es vor einem Jahr zu dem Angriff kam, habe damals richtig reagiert. Das bestätigt die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein. Er hielt den Wagen auf der Landstraße an und öffnete die Türen, damit die Fahrgäste flüchten konnten. Der Fahrer arbeitet weiterhin bei den VWS.

Das Siegener Stadtfest zieht mit seinen Musikbühnen und Aktionsständen jedes Jahr rund 100.000 Besucherinnen und Besucher an.

Unsere Quellen:

  • Stadt Siegen
  • Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein
  • Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd

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