Ein Schuss und die ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprinten ins kalte Wasser. Sie werden insgesamt 700 Meter schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und anschließend beim 5-Kilometer Lauf noch einmal alles geben.
Das neue Startverfahren "Rolling Start" sorgt für eine Entzerrung im Godelheimer See.
Bildquelle: WDR/Tabea NiesarAm Sonntag fand der 7. Weserbergland-Triathlon in der Freizeitanlage Godelheim im Kreis Höxter statt. Knapp 300 Sportlerinnen und Sportler und 54 Staffeln aus ganz Deutschland gingen bei strahlenden Sonnenschein und einer Wassertemperatur von 19,9 Grad an den Start.
Die beliebte Freizeitanlage in Godelheim wird zur Wettkampfarena.
Bildquelle: WDR/Tabea Niesar100 Helferinnen und Helfer
Doch dieser Wettkampf wäre nicht möglich ohne die Ehrenamtlichen auf der Strecke, in der Wechselzone, bei den Verpflegungsstationen oder im Start- und Zielbereich. Ingesamt waren beim Weserbergland-Triathlon 100 Helferinnen und Helfer im Einsatz, darunter auch Kräfte von DLRG, dem Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr. Sie alle haben für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung gesorgt.
Von Anfang an dabei
Ein alter Hase, was den Weserbergland-Triathlon angeht, ist Ludger Spiegelberg. Der 63-Jährige aus Marienmünster ist verantwortlich für die Laufstrecke. Gemeinsam mit seinem zwölfköpfigen Team sorgt er dafür, dass die Läuferinnen und Läufer sicher ins Ziel kommen. Ludger ist von Anfang an beim Weserbergland-Triathlon dabei. 2018 wurde der Wettkampf zum ersten Mal veranstaltet.
"Ich habe selber über 40 Jahre lang Leistungssport gemacht. Mit meiner ehrenamtlichen Arbeit möchte ich dem Sport etwas zurückgeben." Ludger Spiegelberg
Der Weserbergland-Triathlon ist für ihn so besonders, weil sich hier Menschen aus dem ganzen Kreis treffen und man dadurch viele alte Bekannte wiedersieht. In knapp drei Wochen ist Ludger Spiegelberg dann beim Berlin Marathon als ehrenamtlicher Helfer dabei.
Nach dem Schwimmen geht es ab aufs Rad.
Bildquelle: WDR/Tabea NiesarDer Mann hinter den Pokalen
In seinem Bereich kann es ganz schön hektisch werden. Denn Lars Koch ist der Teamleiter der Wechselzone. Hier wechseln die Atheltinnen und Athleten nach dem Schwimmen aufs Fahrrad und anschließend in die Laufschuhe. Es kommt auch schon mal vor, dass vor dem Wettkampf hier noch ein Reifen geflickt werden muss. Doch der 57-Jährige ist auf alles vorbereitet.
"Es ist klasse, dass es den Triathlon in der Region gibt. Da kribbelt es richtig selbst mitzumachen." Lars Koch
Gabi Menke und Lars Koch sind von Beginn an beim Weserbergland-Triathlon dabei.
Bildquelle: WDR/Tabea NiesarLars kümmert sich aber nicht nur um die Wechselzone, sondern stellt auch selber die Pokale für die Gewinnerinnen und Gewinner her. Einen davon, durfte er am Sonntag seiner Frau Gabi Menke überreichen, die in ihrer Altersklasse den ersten Platz belegt hat. Für das Ehepaar geht es nächste Woche nach Fehmarn. Dort nehmen sie an einem Quadrathlon teil. Neben Schwimmen, Fahrradfahren und Laufen kommen hier noch 5 Kilometer Kajakfahren dazu.
Am Freitag noch beim Bundespräsidenten
Zum ersten Mal dabei ist Lisa Ertner. Die 22-Jährige war am Freitag noch beim Bürgerfest des Bundespräsidenten in Bonn. Beim Weserbergland-Triathlon ist sie für Social Media zuständig. Von dem Wettkampf hat sie vorher schon viel Positives gehört, sodass sie unbedingt selbst als ehrenamtliche Helferin dabei sein wollte. Für Lisa ist das Ehrenamt wichig, deswegen engagiert sie sich auch im Sportjugendteam des Kreissportbundes Höxter.
"Viele Veranstaltungen könnten ohne Ehrenamt gar nicht stattfinden. Alle Helferinnen und Helfer sind hier mit super viel Motivation dabei. Das macht den Weserbergland-Triathlon zu einer tollen Gemeinschaft." Lisa Ertner
Die ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben ihre Startnummern schon am Samstag abgeholt.
Bildquelle: WDR/Tabea NiesarRekordbeteiligung
Auch in diesem Jahr gab es mehr Anmeldungen als Startplätze. Schon nach sechs Wochen, war der 7. Weserbergland-Triathlon ausgebucht. Thorsten Schiller, Geschäftsführer des Kreissportbunds Höxter, war selbst überrascht, dass es so schnell ging.
"Die Anspannung ist bis zum Startschuss da. Danach freue ich mich über alle, die da sind und über die strahlenden Gesichter im Ziel." Thorsten Schiller
Auch im kommenden Jahr gibt es beim Weserbergland-Triathlon wieder viel zutun. Ob an der Laufstrecke, in der Wechselzone oder hinter den Kulissen: Ohne die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre der Wettkampf nicht möglich.
Unsere Quellen:
- Recherche vor Ort
- Gespräch mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern
- Gespräch mit den Veranstaltern
Sendung: WDR 2, WDR 2 für Ostwestfalen und Lippe, 07.09.2026, 06:30 Uhr