Kölner Initiative übergibt 33.000 Unterschriften für bessere Radwege
Bildquelle: Christian Bongers28 Sek.. Verfügbar bis 12.05.2027.
"Wir haben in Köln teilweise Radwege, die in einem katastrophalen Zustand sind. Viele Radwege sind nicht sicher, weil sie baulich nicht von der Straße getrennt sind." Damit sich das schnellstmöglich ändert, engagiert sich Gregor Gsell seit mehreren Jahren für die Bürgerinitiative "Fahrrad-Entscheid Köln".
Er und mehr als zwanzig seiner Mitstreiter sind bei bester Laune. Gerade haben sie Oberbürgermeisterin Reker im Rathaus eine Petition mit 33.000 Unterschriften übergeben. Darin verlangen sie für Radfahrer in Köln bessere Wege und mehr Sicherheit.
Schneller Ausbau der Radwege gefordert
Die Unterzeichner fordern jedes Jahr 40 Kilometer baulich getrennte und breite Fahrradwege an großen Straßen. Zusätzlich sollen pro Jahr 30 Kilometer neue Fahrradstraßen entstehen. Forderungen, die bei der Oberbürgermeisterin auf reserviertes Wohlwollen stoßen. Durch die Petition sieht sie den Kurs der Stadt bestätigt.
Oberbürgermeisterin Reker und Verkehrsdezernent Egerer bei der Übergabe des Bürgerbegehrens
Bildquelle: Christian BongersDass sich im Kölner Rat eine Mehrheit für die Umsetzungen der Forderungen findet, glaubt Reker allerdings nicht. Der Ausbau des Kölner Radnetzes funktioniere leider nicht auf Knopfdruck. Doch bei der Modernisierung der Radwege sei in den vergangenen Jahren schon viel gelungen.
Gibt es einen Bürgerentscheid?
Weil so viele Menschen das Bürgerbegehren unterschrieben haben, muss sich auch der Kölner Stadtrat mit dem Thema beschäftigen. Lehnt er die Pläne ab, könnte es zu einem Bürgerentscheid kommen, bei dem alle Kölnerinnen und Kölner über den Radwegausbau abstimmen sollen.
Für Oberbürgermeisterin Reker ist das kein Grund zur Unruhe. Denn die Initiative "RadEntscheid Bochum" hatte Ähnliches versucht. Der geforderte Bürgerentscheid über bessere Radwege wurde vom Rat der Stadt Bochum vor rund einem Jahr nicht zugelassen. Die Politiker argumentierten, dass für einen Bürgerentscheid eine präzisere, konkretere Fragestellung notwendig sei und wurden vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen bestätigt.
Initiative bleibt optimistisch
Die Mitglieder der Bürgerinitiative lassen sich ihre gute Laune von solch unklaren Aussichten trotzdem nicht verderben. Sie feiern das deutliche Zeichen, das sie mit ihren 33.000 Unterschriften im Kölner Rathaus hinterlassen haben. Ein Zeichen an die Stadt, den Ausbau des Radverkehrsnetzes noch konsequenter voranzutreiben als bisher.
Unsere Quellen:
- Stadt Köln
- Bürgerinitiative "Fahrrad-Entscheid Köln"
- Reporter vor Ort