Umwelthilfe: Wuppertal ist besonders fußgängerfeindlich
Bildquelle: dpa / Sina Schuldt2 Min. 39 Sek.. Verfügbar bis 05.11.2027.
Abgefragt wurden über 100 deutsche Städte. Nur jede dritte gab an, dass sie gegen illegale Gehwegparker vorgehe. Aus Wuppertal heißt es, man dulde dieses Parken grundsätzlich, selbst wenn für Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren nur noch ein Meter auf dem Bürgersteig übrig bleibt. Die Stadt findet das Gehwegparken nur in "Einzelfällen problematisch".
"Fußgänger müssen sehen, wie sie klar kommen."
Christian Wolter von Mobiles Wuppertal
Bildquelle: WDR/ Johannes RaschChristian Wolter vom Bündnis Mobiles Wuppertal kann die Ergebnisse nur bestätigen. Ob auf dem Ölberg, in der Südstadt oder auf dem Rott. Überall werde auf dem Gehweg geparkt. Fußgänger, Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen müssten sehen, wie sie klar kommen. Die Stadt sagt, in den engen Quartieren mit wenig Parkraum sei es schwierig, Gehwegparker konsequent zu ahnden. Man müsse sich auf das Freihalten von Rettungswegen konzentrieren.
"Wir fordern die Städte auf, ihre Praxis zügig an die geltende Rechtslage anzupassen: Es braucht konsequente Kontrollen, Bußgelder und sofortiges Abschleppen der Falschparker." Deutsche Umwelthilfe
Remscheid: Grenze bei 1,50 Meter
In Remscheid bekommen Gehwegparker schon dann ein Knöllchen, wenn auf dem Bürgersteig weniger als 1,50 Meter Platz ist, sagt die Deutsche Umwelthilfe. Aber auch das findet sie kritisch. Solingen hat bei der Umfrage gar nicht erst mitgemacht.
Unsere Quellen:
- Deutsche Umwelthilfe
- Stadt Wuppertal
- Fuß e.V. Wuppertal
- Bündnis Mobiles Wuppertal