Abgetrennte Hände auf Autobahn: Haftbefehl gegen Lebensgefährten
00:51 Min.. Verfügbar bis 15.12.2027.
Der 41-Jährige war bereits von Behörden in Äthiopien festgenommen worden. Dorthin hatte er sich offenbar abgesetzt. In Äthiopien konnte er durch die örtliche Polizei vernommen werden und wurde in Gewahrsam genommen. Ob er ausgeliefert wird, ist unklar.
Nach WDR-Informationen hatte seine Aussage in Äthiopien keinen Einfluss auf den hier erlassenen Haftbefehl. Seine Partnerin stammte aus Eritrea und lebte in einem Flüchtlingsheim in Bonn.
Lebensgefährte in Äthiopien gefasst
Auch der tatverdächtige Lebensgefährte ist laut Staatsanwaltschaft in Bonn gemeldet. Wie die Polizei Bonn auf WDR-Anfrage erklärte, habe sich im Zuge der Ermittlungen ein dringender Tatverdacht gegen den Lebensgefährten ergeben. Er ist verdächtig, seine eritreische Lebensgefährtin umgebracht zu haben.
Beide waren in einer Unterkunft für Geflüchtete in Bonn gemeldet. Deshalb haben die Behörden dort die Ermittlungen übernommen. Der Haftbefehl bedeutet aber nicht, dass die Beweise gegen ihn erdrückend sind. Untersuchungshaft soll die Durchführung des Verfahrens sichern. Ein Grund für Untersuchungshaft ist Fluchtgefahr.
Kopf der Leiche bleibt verschwunden
Mitte November waren zuerst die abgetrennten Hände auf der A45 bei Olpe gefunden worden, später dann in einem Waldstück in Rheinland-Pfalz der Rest der Frauenleiche. Der Kopf ist bis heute verschwunden. Durch Fingerabdrücke konnten die abgetrennten Hände der 32-jährigen Eritreerin zugeordnet werden.
Baby der Frau unverletzt
Vor dem Kloster St. Antonius im hessischen Waldsolms wurde das Baby abgelegt.
Das drei Monate alte Baby der Frau war unverletzt vor einem Kloster in Hessen gefunden worden.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung Polizei und Staatsanwaltschaft Bonn
- deutsche Presseagentur (dpa)
- WDR-Berichterstattung
Sendung: WDR.de, Abgetrennte Hände auf Autobahn: Haftbefehl gegen Lebensgefährten, 15.12.2025, 12:05 Uhr.