Nach Gruselfund auf A45 bei Olpe: Frauentorso gefunden

Aktuelle Stunde 01.12.2025 43:26 Min. UT Verfügbar bis 01.12.2027 WDR Von Frank Strohdiek

DNA-Abgleich: Frauenhände von A45 in Olpe passen zu Leiche in Monreal

Stand:

Nachdem die Polizei im November Frauenhände auf der A45 sichergestellt hatte, hat sie auch den Körper der Toten gefunden.

Das habe der DNA-Abgleich ergeben, teilten die Staatsanwaltschaft Bonn und das Polizeipräsidium Bonn mit. "Im Zuge der Ermittlungen wird weiter geprüft, ob der Lebensgefährte der Eritreerin mit der Tat in Verbindung steht", hieß es.

Weiter unklar ist laut Polizei bislang, wo die Frau getötet wurde. Es gebe keine Hinweise darauf, dass es sich bei einem der beiden Fundorte um den Tatort handele. Die 32 Jahre alte Frau hatte zuletzt in einer kommunalen Unterkunft in Bonn gewohnt.

Spaziergänger machte grausigen Fund

Ein Spaziergänger hatte am Freitagnachmittag vor einer Woche in einem Waldstück bei Monreal im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz den Leichnam einer Frau entdeckt, dem beide Hände fehlten.

Die Polizei hat daraufhin den Fundort gesperrt und nach eigenen Angaben umfangreich Spuren gesichert. Den Kopf fanden sie allerdings dabei auch hier nicht. Identifiziert worden war sie bereits durch die Fingerabdrücke der gefundenen Hände. Ihr drei Monate altes Baby hatte unverletzt vor einem Kloster im hessischen Waldsolms gelegen.

DNA-Abgleich: Frauenhände von A45 in Olpe passen zu Leiche in Monreal

WDR Studios NRW 05.12.2025 00:44 Min. Verfügbar bis 05.12.2027 WDR Online

Lebensgefährte in Polizeigewahrsam

Die Polizei Hagen prüft, ob der Lebensgefährte der Eritreerin mit der Tat in Verbindung steht. Der 41-Jährige befindet sich nach WDR-Informationen in Äthiopien.

Er ist dort laut Polizei und Staatsanwaltschaft in "amtlicher Verwahrung" und konnte mit Unterstützung der dortigen Polizei bereits vernommen werden.

Staatsanwaltschaft Siegen gibt den Fall ab

Die Siegener Staatsanwaltschaft und die Mordkommission Hagen haben die Ermittlungen mittlerweile an ihre Bonner Kollegen abgegeben. Sie waren bisher zuständig, weil die abgetrennten Hände der Frau auf der A45 bei Olpe gefunden worden waren.

Da es aber einen Anfangsverdacht gegen den Lebensgefährten der Frau gebe, der zuletzt mit ihr in Bonn gelebt hat, habe man hier keine gerichtliche Zuständigkeit mehr, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Siegen dem WDR. Normalerweise liegen die Zuständigkeiten im Bereich des Tatorts. Da in diesem Fall noch kein Tatort feststeht, ist der Wohnort entscheidend.

Unsere Quellen:

  • Polizei Hagen und Staatsanwaltschaft Siegen
  • Polizei und Staatsanwaltschaft Bonn
  • Nachrichtenagentur dpa

Sendung: WDR.de, DNA-Abgleich: Frauenhände von A45 in Olpe passen zu Leiche in Monreal, 05.12.2025, 12:20 Uhr
Sendung: WDR 2, Lokalzeit Südwestfalen, 05.12.2025, 13:31 Uhr

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