Leverkusener Brücke: Kameras sollen vor Absturz von Eis schützen
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Um die Gefahr herabfallender Eisplatten rechtzeitig zu erkennen, sollen die Pylonen der neuen Leverkusener Autobahnbrücke künftig mit Kameras ausgerüstet werden. Mit der Installation der Videokameras zieht die Autobahngesellschaft jetzt die Konsequenzen aus dem Absturz von Eisbrocken auf mehrere Fahrzeuge vor fast genau einem Jahr.
Seit dem Wintereinbruch Ende Dezember versuchen Mitarbeiter der Autobahngesellschaft von der Brücke aus zu erkennen, ob sich auf den Brückenpfeilern gefährliche Eisschichten bilden. Doch das ist schwierig. Denn diese Pylonen sind immerhin etwa 60 Meter hoch. Demnächst sollen fest installierte Videokameras auf den Pfeilern helfen, die Entstehung von Eis rechtzeitig zu bemerken.
Eisbrocken beschädigten mehrere Fahrzeuge
Vor einem Jahr hatte es große Probleme gegeben: Eine Schneeschicht war auf den Querbalken zwischen den Pylonen liegengeblieben. Darunter war offenbar eine Eisschicht entstanden. Bei leichtem Tauwetter waren dann wohl Eisplatten ins Rutschen geraten und von den Querbalken heruntergestürzt. Dabei wurden mehrere Fahrzeuge beschädigt. Zum Glück wurde niemand verletzt.
Mit einem Hubschrauber wurde nach Eis gesucht.
Die Autobahngesellschaft hatte daraufhin die A1 bei Leverkusen komplett gesperrt. Zunächst sollte ein Rettungshubschrauber mit dem Wind seines Rotors die Reste von Eis und Schnee von den Brückenpfeilern blasen. Das funktionierte aber nicht.
Feuerwehrleute schippten Eis von den Pylonen
Stunden später rückte ein Spezialfahrzeug der Werksfeuerwehr eines Braunkohlekraftwerks an. Von einem 60 Meter hohen Teleskopmast aus gelang es Feuerwehrleuten, Eis und Schnee mit Schaufeln von dem Querbalken zu schieben.
Die Feuerwehr entfernte das Eis von den Pylonen.
Künftig will die Autobahngesellschaft die Querbalken im Winter per Videokameras genau beobachten und bei Eisbildung sofort eingreifen. So soll verhindert werden, dass erneut Eis auf Fahrzeuge stürzt. Für die Eisräumung zwischen den Brückenpfeilern muss die A1 voraussichtlich aber auch in Zukunft komplett gesperrt werden.
Heizungen gegen Vereisung sind zu teuer
Nach dem Absturz von Eis im vergangenen Jahr wurde über zahlreiche Maßnahmen gegen die Vereisung der Pylonen diskutiert. Unter anderem gab es den Vorschlag, Heizungen einzubauen. All das hat die Autobahngesellschaft aber aus Kostengründen verworfen.
Nach Einschätzung der Fachleute kann Eis nur in sehr selten Fällen bei besonderen Wetterlagen auf den Pylonen der neuen Leverkusener Autobahnbrücke entstehen.