Nach tödlichem Unfall in Hürth: Fahrrad-Demo von Köln nach Hürth

Lokalzeit aus Köln 25.06.2025 03:13 Min. Verfügbar bis 25.06.2027 WDR

Nach tödlichem Unfall in Hürth: Fahrrad-Demo von Köln nach Hürth

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Nach einem tödlichen Unfall Anfang Juni in Hürth haben am Mittwoch viele Menschen am Unfallort der Toten gedacht.

Von Jochen Hilgers

Zahlreiche Menschen haben sich am Mittwoch auf den Weg von Köln nach Hürth gemacht, um der Opfer eines tödlichen Verkehrsunfalls zu gedenken und für mehr Verkehrssicherheit zu demonstrieren.

In Hürth war in der Frechener Straße Anfang Juni ein 20-Jähriger in eine Schülergruppe gerast. Ein zehnjähriges Mädchen und ein 25-jähriger Schulbegleiter erlitten schwere Verletzungen - denen sie später erlagen.

Begonnen hatte die Aktion am Mittwochnachmittag am Kölner Rudolfplatz. Hier versammelten sich etwa 100 Protestierende, um später gemeinsam mit Fahrrädern nach Hürth zu fahren. Dort waren bereits viele Menschen versammelt, sodass in Hürth insgesamt 500 Menschen an einem Schweigemarsch zur Unfallstelle teilnahmen - angeführt unter anderem von den Eltern des verstorbenen Mädchens.

Fahrradfahrer vor dem Hahnentor auf dem Rudolfplatz in Köln

Fahrraddemo vom Kölner Rudolfplatz nach in Hürth

Die Stimmung in Hürth unter den Teilnehmern der Aktion war gedrückt, viele brachten Kerzen mit - einige legten sie an der Unfallstelle nieder. Außerdem trugen Menschen Schilder mit sich mit ihren Forderungen.

Das Bild zeigt Kerzen an der Unfallstelle.

Große Anteilnahme an der Unfallstelle in Hürth

Viele der Teilnehmer der Aktion sind Unterstützer der Organisation Kidical Mass. Zu der Kundgebung am Mittwoch hatten ein privates Unterstützerbündnis und der ADFC Rhein-Erft aufgerufen.

Das Bündnis hatten der Arzt Ingo Benz und die Ärztin Zeynep Fuchs gegründet. Fuchs erklärte am Mittwoch: "Wir fühlen uns zuständig für die Sicherheit unserer Kinder und Mitmenschen im Straßenverkehr. Unfälle sind vermeidbar. Wir fordern, nie wieder Verkehrstote auf unseren Straßen in Hürth und anderswo."

Tausende unterschreiben Petition

Das Bündnis hat eine Petition verfasst mit dem Titel "Hürth muss reagieren - Keine weiteren Toten an der Frechener Straße!" Diese Petition haben bereits etwa 10.000 Menschen unterzeichnet.

Die Unfallstelle solle sicherer werden durch ein Tempolimit, so die Forderung. Eine Gefahrenanalyse solle erstellt werden. Und schließlich geht es auch um den Unfall-Fahrer: Wegen verschiedener Auffälligkeiten und früherer Vergehen hätte der gar nicht mehr Auto fahren dürfen, heißt es.

Fahrraddemo und Gedenkmarsch nach tödlichem Unfall in Hürth

WDR Studios NRW 25.06.2025 00:46 Min. Verfügbar bis 25.06.2027 WDR Online

Unsere Quellen:

  • WDR-Reporter vor Ort
  • ADFC Rhein-Erft
  • Online-Petition von Ingo Benz und Zeynep Fuchs

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