Tiger Babys im Wuppertaler Zoo erstmals im Außengehege
00:39 Min.. Verfügbar bis 04.03.2028.
Mit ersten tapsigen Schritten und ganz vorsichtig wagen sich Neko und Altana hervor, um sich erst einmal genau umzuschauen. Immer wieder flüchteten sie sich zu Mama. Sicher ist sicher.
Erste Schritte im neuen Revier
Doch zunehmend werden die jungen Tigerdamen mutiger. Pfote für Pfote erkunden sie ihr neues Revier. Sie schnuppern zwischen Büschen, testen Felsen und entdecken neugierig die neuen Gerüche des Geheges. Tigermama Tullia geht voran, prüft jeden Stein, jede Ecke. Bevor sie sich schließlich entspannt hinlegt.
Große Aufmerksamkeit bei den Pflegern
Tierpfleger Erik Beiermann und das ganze Team vom Wuppertaler Zoo stehen vor dem Gehege und beobachten jeden Schritt ganz genau. Sie wollen sichergehen, dass sich kein Tier verletzt oder in Panik gerät.
Erik Beiermann schaut genau, was die Tiger machen
Erst nach und nach entspannt sich Erik Beiermann. Der erste Ausflug im großen Außengelände verläuft sozusagen wie im Bilderbuch. Keiner kommt dem mit 9.000 Volt gesicherten Außenzaun zu nah. Noch versucht keine der Großkatzen, auf die Bäume zu springen.
Perfektes Ausflugswetter für sibirische Tiger
Das Wetter ist wie gemacht für die sibirischen Tiger. Denn auch sie freuen sich über Sonne und Trockenheit. "Bergisches Regenwetter können unsere Katzen nicht leiden", erzählt der Tierpfleger.
Unterschiedliche Tigerpersönlichkeiten
Beiermann kennt die Zwillinge gut. Die beiden sind sehr unterschiedlich: "Altana ist sehr zutraulich und kommt auch sofort ans Gitter, wenn man bei ihr steht. Neko ist eher zurückhaltend und nicht ganz so forsch wie ihre Schwester." Tierpfleger Erik Beiermann
Beide wiegen inzwischen über 30 Kilo. Nähe wie früher ist für die Pfleger nicht mehr möglich. Trotzdem spürt man ihre Verbundenheit: Er hat die Schwestern von klein auf begleitet.
Bedeutung für die Zucht
Doch die Zwillinge werden wahrscheinlich nur noch ein Jahr in Wuppertal bleiben. Denn sie sind Teil des europäischen zooübergreifenden Zuchtprogramms EEP. Ziel ist eine genetisch stabile Reservepopulation der vom Aussterben bedrohten sibirischen Tiger.
Männliche Tiger sind Einzelgänger
Auch ihre Eltern, Tullia und Kasimir, wurden dafür zusammengeführt. Vater Kasimir lebt getrennt – männliche Tiger ziehen keine Jungen groß und können gefährlich für den Nachwuchs sein. Männliche Tiger sind Einzelgänger und können ihre Jungen sogar angreifen und töten.
Unsere Quellen:
- Grüner Zoo Wuppertal
- Reporterin vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 04.03.2026, 19:30 Uhr