Um 19:30 Uhr ging es los und erst gegen halb drei am Samstagmorgen konnten die Beamten Feierabend machen. Mit einem Großaufgebot waren Steuerfahndung, Polizei, Ordnungsamt, Zoll und Staatsanwaltschaft Freitagnacht in Duisburg unterwegs. 24 Betriebe haben sie unter die Lupe genommen.
Gäste konnten weiteressen
Bei dem Schwerpunkteinsatz nahmen die Einsatzkräfte vor allem die Clankriminalität und das Gastronomiegewerbe ins Visier. Die Polizei hat teilweise Kneipen und Restaurants umstellt und die Personalien aller Anwesenden aufgenommen. "In einem Restaurant kam dann eine kleine Gruppe, die hatte reserviert und konnte dann während der Kontrollen ganz normal den Abend geniessen", sagt Staatsanwalt Nils Wille. Am Ende war die Mängelliste lang: Ein Gastronomiebetrieb musste geschlossen werden. In einem Fall pfändeten die Behörden wegen offener Steuerschulden einen BMW und ließen ihn abschleppen. Außerdem stellten die Kontrolleure illegale Vapes, unversteuerte Zigaretten und ein Einhandmesser sicher. Mehrere Geldspielgeräte wurden versiegelt.
Weitere Razzien angekündigt
Bei den Kontrollen gab es auch Festnahmen. Ein Mann wurde wegen eines offenen Haftbefehls in Gewahrsam genommen. Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte 156 Personen. Die Bilanz: mehrere Strafanzeigen, viele Ordnungswidrigkeiten und dutzende Verwarnungen. Die Behörden kündigten an, solche Schwerpunktkontrollen auch künftig fortzusetzen.
Unsere Quellen:
- Polizei Duisburg
- Staatsanwaltschaft Duisburg
- Interview mit Staatsanwalt Nils Wille
Sendung: WDR.de, Razzia in Duisburg, 01.08.2026, 15:08 Uhr
