Zwei Duisburgerinnen gründen Netzwerk für Frauen

Bildquelle: WDR/Stephanie Hajdamowicz

WDR 3 Min. 14 Sek. Verfügbar bis 10.09.2028

Von Frauen für Frauen Duisburgerinnen gründen Netzwerk für Frauen

Stand:

Die eine arbeitet im Finanzsektor, die andere als Maßschneiderin: Jetzt gründen sie ein Netzwerk für Frauen in Duisburg.

Von
Logo des Westdeutschen Rundfunk
Stephanie Hajdamowicz

Jasmin Kiauka wollte schon immer etwas Kreatives machen. Sie ist 51, hat sich neben ihrem Job als DJane ausbilden lassen und will Frauen in ihrem neuen Atelier in Duisburg-Neudorf einen Ort für ein Netzwerk bieten, um sich gegenseitig zu stärken.

Frau mit roten Haaren lächelt in die Kamera
"Viele Frauen sind alleine für sich unterwegs, aber ich finde, wir sollten uns zusammenschließen und gemeinsam stärker auftreten." Jasmin Kiauka, Gründerin Women for Women

Female Empowerment ist ihr wichtig, damit Frauen gemeinsam wachsen und stark werden. Sowas gibt es bisher in Duisburg nicht. Ihr Vorbild ist Frauen 100, eine der führenden Plattformen in Berlin für Female Empowerment und Gleichberechtigung in Deutschland.

Zwei Meidericher Frauen starten Inititative

Jule Mehler ist für Jasmin sowas wie ein Sechser im Lotto. Sie hatte schon immer eine Partnerin gesucht, mit der sie gemeinsam einen Ort gründen kann, wo Frauen zusammen kommen, Mode stöbern, Musik hören, sich austauschen und gemeinsam wachsen können.

Frau mit dunklen Haaren lächelt in die Kamera
"Ich habe häusliche Gewalt erlebt und Jasmin hat mich angeschrieben und sofort unterstützt. Das war ein Zeichen für mich." Jule Mehler, Gründerin Women for Women

Ihr Atelier haben die beiden Frauen innerhalb einer Woche renoviert. Sie planen Workshops, Frauen können hier lernen, Upcyling-Mode zu schaffen. Ein Sofa, dass sie Second Hand gekauft haben, soll ein Ort für Interviews, Podcasts und vertrauliche Gespräche werden.

Zwei Frauen sitzen vor einem Gebäude. Hinter ihnen ein Fenster. Links die Frau hat rote Haare und trägt eine grüne Jacke, rechts die Frau hat schwarze Haare und trägt eine grüne Jacke.

Jasmin Kiauka und Jule Mehler vor ihrem Atelier

Bildquelle: WDR/Stephanie Hajdamowicz

Ihr Netzwerk soll behutsam wachsen. Jetzt schon hat Jasmin einen Kreis von Frauen um sich geschart, die sich treffen, um sich gegenseitig zu supporten. Zum größten Teil Frauen mit kleinen Geschäften, die bisher alleine auf sich gestellt waren. Darunter auch eine Hutmacherin, eine Hotelmanagerin, eine Tätowiererin, eine Juristin, eine Kriminalpolizistin, eine Piercerin, eine Second-Hand-Laden-Besitzerin und eine Pastorin.

Große Pläne

Es gibt schon Kontakt zur Frauenberatungsstelle. Eine Vision ist es, dass das neue Atelier auch eine Anlaufstelle für Frauen sein soll, um sie an Beratungsstellen in Duisburg weiterzuvermitteln.

In der Mitte des Bildes sitzt eine rothaarige Frau auf einer Couch, links von ihr sitzt eine schwarzhaarige Frau auf der Armlehne. Die beiden schauen sich an.

Jule Mehler und Jasmin Kiauka im Atelier

Bildquelle: WDR/Stephanie Hajdamowicz

Unsere Quellen:

  • Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
  • WDR-Gespräch mit Jasmin Kiauka und Jule Mehler

Sendung: WDR.de, Zwei Duisburgerinnen gründen Netzwerk für Frauen, 15.09.2026, 5:00 Uhr

Weitere Beiträge aus Duisburg

1 / 2