Anwohner in Sorge: Wildschweine verwüsten Gärten in Ennepetal

Lokalzeit aus Dortmund 15.10.2025 01:48 Min. Verfügbar bis 15.10.2027 WDR Von Michael Westerhoff

Anwohner in Sorge: Wildschweine verwüsten Gärten in Ennepetal

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In Ennepetal verwüsten Wildschweine regelmäßig Gärten. Anwohner haben Angst und fordern deshalb den Abschuss der Tiere.

Von Michael Westerhoff

Die Erde ist zertrampelt und aufgewühlt. Anwohnerin Heike Steimann-Monse steht neben einer Wiese, die gestern noch grün war. Heute ist vom Rasen nur noch wenig zu sehen. Hier war heute Nacht eine Wildschwein-Rotte unterwegs.

Tiere zertrampeln Wiesen und Vorgärten 

Heike Steimann-Monse steht auf einer von Wildschweinen verwüsteten Wiese.

Heike Steimann-Monse fordert, dass etwas gegen das Problem getan wird.

"Wir haben Angst, dass die Wildschweine die Zäune durchbrechen", sagt Steimann-Monse. Im Wohngebiet am Ebbinghauser Weg in Ennepetal sind an Dutzenden Stellen die Wiesen verwüstet. Für die Schäden müssen die Anwohner selber aufkommen. Auch rund um den Schulhof des Gymnasiums sind viele Beschädigungen zu sehen.

"Wenn die Wildschweine mit 40 Tieren durch das Wohngebiet rennen, ist das gefährlich für unsere Kinder", sagt Julia Bursa, die ebenfalls in der Siedlung wohnt. Sie hat deshalb eine Online-Petition gestartet. Sie fordert darin unter anderem, dass die Stadt Ennepetal die Population reguliert. Sprich: Tiere abschießt. Zahlreiche Anwohner wie Heike Steimann-Monse haben schon unterschrieben.

Schießen im Wohngebiet verboten 

"Schießen kann ich die Tiere im Wohngebiet aber nicht", sagt Karin Latuske, die Pächterin des Waldes, in dem die Wildschweine zuhause sind. "Das ist befriedetes Gebiet. Da ist Jagdverbot." Das sei auch sinnvoll, sagt Latuske. Eine Kugel könne von einem Knochen eines Tieres abprallen und durch ein Fenster in ein Haus eindringen. Das könne tödlich enden. Weil sie nicht schießen darf, müssen Anwohner wohl mit weiteren Schäden rechnen.

Schon fast 50 Tiere geschossen 

"Dieses Jahr gibt es sehr viele Wildschweine", erzählt Latuske. In anderen Bereichen ihres Jagdreviers habe sie dieses Jahr schon fast 50 Tiere geschossen und auch andere Städte wie das benachbarte Hagen hätten Probleme. Dass die Tiere zum Schulhof kommen, wundert Latuske nicht. "Da finden sie viel Futter. Butterbrote. Alles, was weggeworfen wurde. Schweine sind Allesfresser." Die Jägerin bittet Anwohner, daher keine Lebensmittel in die Landschaft zu werfen. "Das hilft, damit die Wildschweine nicht kommen."

Wildschweine verwüsten Gärten in Ennepetal

WDR Studios NRW 15.10.2025 00:46 Min. Verfügbar bis 15.10.2027 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Heike Steimann-Monse, Anwohnerin
  • Julia Bursa, Anwohnerin
  • Ennepe-Ruhr-Kreis
  • Karin Latuske, Pächterin des Waldes
  • Open Petition

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