Nur zwei Wochen nach dem letzten Brand gab es erneut einen Feuerwehreinsatz auf der Kompostierungsanlage in Hagen
Bildquelle: WDRWDR. 45 Sek.. Verfügbar bis 29.07.2028.
Dutzende Feuerwehrleute waren an der Hohenlimburger Straße in Hagen im Einsatz. Die Kompostierungsanlage ist fast so groß wie zwei Fußballfelder. Der Kompost türmt sich hier bis zu drei Meter hoch auf. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren mit drei Baggern auf dem Gelände unterwegs und holten Glutnester aus dem Kompost. Mittlerweile konnte die Feuerwehr ihren Einsatz beenden.
Die Feuerwehr musste Glutnester im Kompost löschen.
Bildquelle: WDR / Christof VoigtWarnung durch NINA-App erst am Mittwoch aufgehoben
Der Grünschnitt in der Kompostieranlage ist sehr trocken und fängt schnell Feuer. Das Feuer hatte sich zwischenzeitlich auf einer Fläche von etwa 400 Quadratmetern ausgebreitet. Der Rauch war auch Richtung Schwerte gezogen.
Auch in der Nacht waren die Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt.
Bildquelle: Alex TalashDie von der NINA-App herausgegebene Warnung der Feuerwehr vor Rauchgasen wurde Mittwochnachmittag aufgehoben. Am Tag zuvor war es auf der Autobahn durch den Rauch immer wieder zu Sichtbehinderungen gekommen.
Ursache des Kompostbrandes noch unklar
Wieso das Feuer ausgebrochen ist, könne zurzeit niemand sagen. Beim Kompostieren erhitzt sich das Material durch den Prozess im Inneren des Haufens auf bis zu 80 Grad. Nach Angaben der Feuerwehr werden die Temperaturen regelmäßig kontrolliert. Der Brand sei in diesem Fall aber nicht im Bereich der Kompostierung aufgetreten, sondern im Bereich der Anlieferung von Gartenabfällen. "Auch hier können Schwelbrände schon länger entstanden sein, die vielleicht Stunden oder Tage unbemerkt geblieben sind, bis gestern Mittag dann das Unglück zutage trat", sagt Henning Keune, Vorstand der Wirtschaftsbetriebe Hagen.
Der große Brand produziert viel Rauch.
Bildquelle: Alex TalashOb es Fremdeinwirkung oder eben ein natürlicher Prozess aufgrund der Hitzeentwicklung war, könne man nicht genau sagen. Sobald alle Glutnester gelöscht sind, werden sich Experten der Polizei ein genaueres Bild machen.
Anlage in Hagen hatte schon vor zwei Wochen gebrannt
Vor etwa zwei Wochen hatte dieselbe Kompostierungsanlage in Hagen-Hohenlimburg schon einmal gebrannt. Schon bei dem ersten Feuer war die Feuerwehr neun Stunden lang im Einsatz. Etwa 250 Kubikmeter Grünschnitt mussten auseinandergezogen werden, um alle Glutnester in dem Grünschnitt zu löschen.
Auf der Anlage können Bürgerinnen und Bürger Gartenabfälle wie Grün- und Strauchschnitte abgeben. Durch natürliche Zersetzung werden die Abfälle dann in Humusdünger umgewandelt.
Komposthaufen im Garten checken
Laut Henning Keune, Vorstand der Wirtschaftsbetriebe Hagen, ist ein privater Komposthaufen als Brandursache unwahrscheinlich. Trotzdem rät er zur Vorsicht: "Kontrolle ist die beste Vorsorge, das gilt für jeden, sich das dann zuhause auch häufiger anzuschauen."
Unsere Quellen:
- WDR-Gespräch mit der Feuerwehr Hagen
- NINA Warn-App
- Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Dortmund, 28.07.2026, 19:30 Uhr