Brand in Raffinerie in Gelsenkirchen | Video
WDR. 00:19 Min.. Verfügbar bis 15.07.2028.
Der Tag nach dem großen Brand auf dem Werksgelände von BP in Gelsenkirchen: Das Feuer ist seit dem Abend unter Kontrolle. Trotzdem ist noch eine Brandwache vor Ort, um letzte Brände kontrolliert abbrennen zu lassen, so ein Unternehmenssprecher am Donnerstagmorgen. Seit der Nacht liefe schon die Suche nach der Brandursache.
Produktion wohl erheblich eingeschränkt
Nach WDR-Informationen ist der Schaden in dem Werk immens. Im Umkreis des Feuers soll alles weggeschmolzen sein, die Produktion sei stark eingeschränkt.
BP kommentiert diese Informationen nicht. Ein Unternehmenssprecher sagt aber, die vom Brand betroffene Diesel-Entschwefelungsanlage ist im Moment außer Betrieb. Wie groß der Schaden ist, könne man noch nicht sagen.
Rauchwolke zu sehen aus der Nachbarschaft
Warnung für Gelsenkirchen und Nachbarstädte
Rückblende: Am frühen Abend zogen massive Rauchwolken über den Gelsenkirchener Norden hinweg. Wenig später wurden auch die Anwohner gewarnt: "Bitte begeben sie sich im betroffenen Bereich sofort in geschlossene Räume", hieß es in der NINA-App.
Es gab Brandgase im Bereich Bellendorfsweg. Außerdem "Geruchsbelästigung und Rauchniederschlag". Vorsorglich gab es auch eine Warnung für die Nachbarstädte Marl, Gladbeck, Dorsten und Herten.
Zwei Stunden später Entwarnung bei BP: "Brand unter Kontrolle"
BP teilte um 19:20 Uhr mit, dass der Brand im Werk Scholven "unter Kontrolle" sei. Verletzte habe es nicht gegeben und nach aktuellem Kenntnisstand bestehe keine Gefahr für die Gesundheit. Es könne aber im Verlauf der Nacht noch zu Geruchsbelästigung kommen. Auch die Warnung per NINA-App wurde noch am späteren Abend aufgehoben.
Einige Straßen im Umkreis blieben bis in die Nacht hinein gesperrt, damit die Löscharbeiten abgeschlossen werden konnten.
WDR-Reporter Jörg Steinkamp vor Ort über eine mögliche Ursache - Stand 20 Uhr | Video
WDR. 00:50 Min.. Verfügbar bis 15.07.2028.
Entschwefelungsanlage hat bei BP gebrannt - Ursache unklar
Das Feuer sei um 17 Uhr in einer Diesel-Entschwefelungsanlage ausgebrochen. Laut Polizei gab es einen Brand an einem Rohr. Die betroffene Stelle an dem Rohr musste man vorne und hinten absägen und dann ausbrennen lassen.
Die Raffinerie Gelsenkirchen-Scholven (Archivbild)
Wie lange der Betrieb durch die Folgen des Brandes nun eingeschränkt sein dürfte, ist unklar. Im Moment steht offensichtlich erst mal die Suche nach der Brandursache im Vordergrund.
Unsere Quellen:
- BP-Pressesprecher
- Gespräch mit Pressesprecher der Polizei Gelsenkirchen
- WDR-Reporter vor Ort
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 16.07.2026, 14:30 Uhr