Betrug statt Traumurlaub: Ermittlungen gegen Gelsenkirchener Reisebüro

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Lokalzeit aus Dortmund 22.09.2025 2 Min. 32 Sek. Verfügbar bis 22.09.2027 WDR Von Nathalie Arendt-Koslowski

Betrug statt Traumurlaub: Ermittlungen gegen Gelsenkirchener Reisebüro

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Der Urlaub ist bezahlt, dann der Schock: Es gibt die Reise gar nicht. Die Polizei ermittelt gegen ein Gelsenkirchener Reisebüro.

"Vorsicht Betrug!" oder "Unser ganzes Geld ist weg" – so lesen sich die Rezensionen eines Gelsenkirchener Reisebüros. Die Kundinnen und Kunden sind verzweifelt. Sie hatten den Urlaub dort gebucht und bezahlt, jedoch nie eine Reisebesätigung oder Unterlagen erhalten.

"Geschlossen" heißt es plötzlich auf einem Schild des Reisebüros. Das hatte eigentlich immer einen guten Ruf in der Stadt. Viele der Gelsenkirchener, die nun mutmaßlich betrogen wurden, hatten schon öfter dort gebucht.

Ein Kunde sagt beispielsweise im Gespräch mit unserer WDR-Reporterin, er habe 30.000 Euro für eine Dubai Reise gezahlt. Eine Reise, die er nie antreten wird. Dennoch ist er nicht sauer auf den Inhaber des Reisebüros. Der könnte schließlich selbst Opfer des Betrugs geworden sein. Was genau passiert ist, ermittelt jetzt die Polizei.

20 Anzeigen bei der Gelsenkirchener Polizei

"Seit letzter Woche gehen immer wieder Anzeigen bei uns ein", sagt eine Polizeisprecherin. Bisher seien es um die 20 und die Gelesenkirchener Polizei rechnet damit, dass es noch mehr werden. Die Höhe des Schadens sei noch unklar. Fest steht aber: Viele Familien haben tausende Euro verloren und nun Anwälte eingeschaltet.

Die Chancen, dass die Betroffenen ihr gezahltes Geld zurück bekommen, stünden schlecht, sagt Rechtsanwalt Arndt Kempgens. "Wenn es erstmal so weit kommt bei den Reisebüros, dann sind sie wirklich komplett pleite", sagt er. Von den Tätern würden allerdings viele zu Haftstrafen verurteilt.

SG Wattenscheid beendet Zusammenarbeit mit Reisebüro

Die Polizei ermittelt jetzt die Hintergründe und prüft jeden einzelnen Fall. Die SG Wattenscheid 09 hat bereits Konsequenzen gezogen und die Zusammenarbeit mit dem Reisebüro als vorherigem Trikotsponsor gekündigt. Zuerst hatte die WAZ über den Fall berichtet.

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