Eine Drohne in Feuerwehrfarben schwebt vor Bäumen.

Die neue automatisierte Drohne der Feuerwehr Gladbeck im Einsatz.

Bildquelle: WDR/Koch

Erste Stadt im Ruhrgebiet Feuerwehr Gladbeck testet Superdrohne

Stand:

Die Drohne fliegt nach der Alarmierung vollkommen selbstständig zu Bränden oder Unfällen und ist noch vor den Einsatzkräften da.

Von Carsten Koch

Laut schallt der Alarm durch die Hauptwache der Feuerwehr Gladbeck. Die Einsatzkräfte machen sich bereit. Währenddessen ist oben auf dem Dach ein lautes Summen zu hören. Das typische Geräusch einer startenden Drohne.

Feuerwehr: Mehrere Minuten Vorsprung können entscheidend sein

Die Drohne schwebt schon über dem Einsatzort und liefert die ersten Informationen. Während der Fahrt zum Unfall oder Brand werden im Einsatzleitwagen auf einem Tablet die Aufnahmen und sogar Wärmebilder der Drohne live verfolgt.

Ein Feuerwehrmann sitzt im Auto und sieht sich Flugbilder auf einem Tablet an

Während der Fahrt zum Einsatzort verfolgen die Rettungskräfte den Flug der Drohne auf einem Tablet.

Bildquelle: WDR/Koch

"Bei Haus- oder Waldbränden, aber auch bei Unfällen, zum Beispiel mit Gefahrgutlastern oder bei Problemen an Gleisanlagen, können wir schon früh sehen, was genau dort passiert", erklärt Christian Siemes von der Gladbecker Feuerwehr. "Dann könnten zum Beispiel Spezialkräfte früher angefordert werden, wenn man sie braucht."

Operator überwacht den Flug und kann bei Bedarf eingreifen

Die neue Drohne wird jetzt drei Monate lang getestet. Bisher nur in München, Köln, Gladbeck und seit ein paar Tagen auch in Essen. Ein Startup aus Berlin hat sie entwickelt und stellt auch die Operatoren, die von Frankfurt aus alles überwachen.

Zwei Männer in Feuerwehruniformen stehen vor einem Löschfahrzeug und lächeln in die Kamera
"Im Prinzip sagt man ja gerne, wir sind schnell wie die Feuerwehr aber diese Technik ist noch schneller als die Feuerwehr. Ein echter Gamechanger." Thorsten Koryttko, Leiter der Feuerwehr Gladbeck

Die Drohne würde von der Stadt nicht gekauft, sondern geleast. Sollte sich Gladbeck für einen dauerhaften Einsatz entscheiden, lägen die Kosten bei etwa 120.000 Euro pro Jahr.

Feuerwehr Gladbeck testet neue Superdrohne

WDR 18.09.2026 25 Sek. Verfügbar bis 17.09.2028

Unsere Quellen:

  • Eindrücke des WDR-Reporters vor Ort
  • Feuerwehr Gladbeck
  • Gespräche mit Thorsten Koryttko und Christian Siemes von der Feuerwehr

Sendung: WDR.de, Feuerwehr Gladbeck testet neue Superdrohne, 21.09.2026, 4:55

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