Die neue Brücke wurde heute über den Rhein-Herne-Kanal geschoben. Sie ersetzt eine alte von 1951. Das ist nötig, weil der Kanal verbreitert wird: Schiffe sollen dort in beide Richtungen fahren können. Deswegen ist die neue Brücke auch länger als die alte.
Brücke wird über den Rhein-Herne-Kanal geschoben
Die neue Brücke wiegt etwa 600 Tonnen - so viel wie ein beladenes Flugzeug. Vor 17 Jahren gab es erste Gespräche über den Bau, vor zehn Jahren starteten die Planungen. "Laut Theorie könnte man das in zwei Jahren schaffen, aber das schaffen wir nie," sagt Dirk Bölling, der Verantwortliche für Brückenbau im Wasserstraßen-Neubau-Amt: "Wir brauchen immer wesentlich länger, weil die Belange einfach immer sehr komplex sind. Sei es Lärm, sei es Staub, seien es Umweltaspekte, weil irgendwo schützenswerte Arten sind - das muss alles berücksichtigt werden."
Das sogenannte Einschwimmen der neuen Brücke war sehr aufwendig, sagt Dirk Berndsmann vom Dattelner Wasserstraßen-Neubauamt.
"Die große Herausforderung beim Einschwimmen besteht darin, den Überbau mit einer Länge von 74 Metern und 12 Metern Breite und seinem Gewicht von zirka 610 Tonnen in einem vorgegebenen Zeitfenster zunächst an Land zu verfahren und dann auf dem Wasser mittels Pontons zu bewegen", erklärte Berndsmann den schwierigen Prozess. Zentimeter für Zentimeter wurde die Brücke am Freitag über den Kanal geschoben. Jetzt überspannt sie die Wasserstraße provisorisch. Bis Samstagmittag stehen noch einige Feinarbeiten an, um die Brücke zu fixieren. Zu einem späteren Zeitpunkt wird dann betoniert.
Neue Brücke am Rhein-Herne-Kanal
Bildquelle: WDR / Michael WesterhoffWDR. 07.08.2026. 00:36 Min.. Verfügbar bis 06.08.2028. WDR Online.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter vor Ort
- Gespräch mit Dirk Berndsmann, Wasserstraßen-Neubauamt Datteln
Sendung: WDR 2, WDR 2 für das Ruhrgebiet, 07.08.2026, 11:30 Uhr