Halde Hoheward: Grünes Licht für Sanierung des Observatoriums

00:28 Min. Verfügbar bis 10.10.2027

Halde Hoheward: Grünes Licht für Sanierung des Observatoriums

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Das RVR-Ruhrpalament hat einstimmig beschlossen, das Horizontobservatoriums auf der Halde Hoheward in Recklinghausen zu sanieren.

Von Maximilian Werner

Nach langen 16 Jahren dürfte die Sanierung der bekannten Ruhrgebietslandmarke auf der Halde Hoheward in Recklinghausen in Kürze starten. Das RVR-Ruhrparlament hat grünes Licht für die Sanierung des Horizontobservatoriums gegeben. Der letzte Schritt ist jetzt die Zusage des Innenministeriums.

Laut Regionalverband Ruhr (RVR) bereitet der Verband zusammen mit Fachplanern aktuell die Ausschreibung vor. Ziel sei es, die Bauleistungen bis 2025 auszuschreiben.

Die genaue Bauzeit wird laut RVR erst absehbar sein, wenn die Ausschreibung abgeschlossen ist. Angestrebt wird aber, dass das Observatorium bis Ende 2027 wiedereröffnet wird.

Neues Sanierungskonzept

Damit das Observatorium in Zukunft den hohen Wetter-Belastungen standhalten kann, werden die beiden großen Bogenelemente ausgetauscht. Zusätzlich sollen sogenannte "Schwingungstilger" und zwei neue Stützen dafür sorgen, dass die markanten Bögen langfristig getragen werden.

Der Verband geht für die Sanierung von Investitionen in Höhe von rund sieben Millionen Euro aus.

Bauwerk seit 2009 gesperrt

Das Horizont-Observatorium war 2008 eröffnet worden. Unterhalb der markanten Bögen konnte man astronomische Ereignisse beobachten und verstehen. Sechs Wochen später war das schon nicht mehr möglich.

Das Horizont-Observatorium, davor Wiese und ein Weg

Das Horizont-Observatorium bei Recklinghausen.

Nachdem ein Besucher einen Riss in der Konstruktion entdeckte, wurde sie mit Pfeilern abgestützt und der Bereich darunter gesperrt. Seitdem kann das Observatorium nicht mehr so genutzt werden, wie es eigentlich vorgesehen war. Die Stahlbögen sind nur noch eine weithin sichtbare Landmarke.

Langer Streit um die Kosten

Wer hat die Baumängel zu verantworten und wer kommt für den Schaden auf? Schon kurz nach der Sperrung wiesen sich RVR, Stahlbaufirma und der Architekt gegenseitig die Schuld zu.

Der Fall landete vor Gericht. Beweise wurden gesichert, Gutachten wurden erstellt. 2023 kam das Landgericht Bochum zu dem Schluss: Es gibt keinen eindeutig Schuldigen. Der Schaden sei auf Planungsfehler und Ausführungsfehler zurückzuführen.

Die Baukosten des Observatoriums betrugen rund 2 Millionen Euro, das Gutachten bis 2015 lag bei rund 970.000 Euro.

Unsere Quellen:

  • Regionalverband Ruhr
  • WDR-Reporter vor Ort

Über dieses Thema berichten wir am 10.10. auch auf WDR 2 in den Regionalnachrichten Rhein/Ruhr.

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