Gegen Spende: Der eigene Name am Turm von St. Viktor in Schwerte

Lokalzeit aus Dortmund 24.09.2025 02:36 Min. Verfügbar bis 24.09.2027 WDR Von Julian Lang

Gegen Spende: Der eigene Name am Turm von St. Viktor in Schwerte

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Auf Dachschindeln des "schiefen Turms" von St. Viktor in Schwerte können Bürgerinnen und Bürger persönliche Botschaften verewigen.

Udo Schiemann schreibt sorgfältig mit dem weißen Lackstift auf die Schieferplatte. "Für den Frieden in der Welt", steht dazu sein Name und das heutige Datum. Diese Botschaft soll bald in luftiger Höhe stehen, wenn das Dach von St. Viktor nach der Sanierung neu gedeckt ist.

Er ist einer von vielen Gläubigen, die sich bei dieser besonderen Spendenaktion der evangelischen Kirchengemeinde verewigen lassen, auf insgesamt 2.000 Dachschindeln. Grüße, Wünsche oder Gedanken - das ist den Teilnehmern freigestellt. Die Botschaften werden das Dach von St. Viktor für die nächsten Jahrzehnte bedecken - bis es vielleicht erst in 100 Jahren wieder neu eingedeckt wird.

Mehrere Menschen an einem Tisch, die Schiefertafeln beschriften

Die Gläubigen nehmen das Angebot gerne an

Auch Christel Ibert aus Schwerte findet die Aktion gut. Sie hat eine enge Verbindung zu St. Viktor: "Ich bin hier groß geworden, diese Kirche gehörte immer zu meinem Leben. Jetzt, mit dieser Aktion, gehöre ich auch ein bisschen zu der Kirche."

Teilnahme gegen Spende

Für die Beschriftung einer Schindel ist eine Spende von mindestens 25 Euro vorgesehen. Die Initiatoren sehen darin eine Gelegenheit, ein Stück Gegenwart für kommende Generationen zu bewahren. Burgunde Materla vom Leitungsgremium der evangelischen Kirchengemeinde Schwerte sagt: "Das Ziel ist es, Menschen zu ermöglichen, einen Impuls zu setzen, Wertschätzung festzuhalten. Möglicherweise ja bis zu 100 Jahre lang." 

Drei Termine im Herbst

Die St. Viktor Kirche in Schwerte

Für viele Schwerter ein Stück Heimat: Der Kirchturm von St. Viktor

Die Aktion findet an drei festgelegten Tagen im September und Oktober statt. Nur zu diesen Zeiten können die Schindeln vor Ort beschriftet werden, solange der Vorrat reicht.

Unsere Quellen:

  • Beobachtungen und Eindrücke des WDR-Reporters vor Ort
  • Gespräche mit Gläubigen und Vertretern der Kirchengemeinde

Über dieses Thema berichten wir am 24. September 2025 auch im WDR Fernsehen: Lokalzeit aus Dortmund, 19.30 Uhr.

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