Viel Sonne und nur wenig Regen - das Wetter der letzten Wochen macht sich auch in den Flüssen bemerkbar: Ruhr, Lenne und Sieg haben Niedrigwasser. Teilweise sind die Pegel schon auf einem kritischen Niveau. Die Bezirksregierung Arnsberg hat deshalb jetzt die Notbremse gezogen.
Denn die sinkenden Pegelstände haben Auswirkungen auf das Leben im Wasser. Ab Mittwoch darf deshalb aus den drei Flüssen im Einzugsgebiet der Bezirksregierung kein Wasser mehr entnommen werden.
Verboten ist nicht nur die Entnahme von größeren Wassermengen. Auch kleinere Mengen zum Gießen im eigenen Garten sind nicht erlaubt.
Siegen-Wittgenstein verschärft Verbot
Im Kreis Siegen-Wittgenstein ist das Verbot am 23. Juli ausgeweitet worden. Demnach ist die Entnahme größerer Wassermengen aus allen Bächen und Flüssen in Siegen-Wittgenstein verboten. Damit beschränkt sich das Entnahmeverbot von Wasser nicht mehr nur auf den Fluss Sieg.
Nur wenige Ausnahmen vom Verbot
Ausnahmen gelten überall für das Tränken von Vieh und das Schöpfen mit sogenannten Handgefäßen. Wer gegen das Verbot verstößt, muss mit Bußgeldern rechnen. Die Regelung gilt voraussichtlich bis zum 30. November.
Nicht betroffen von dem Verbot ist die Lippe. Der Wasserstand dort ist bisher noch weniger kritisch. Die Bezirksregierung Arnsberg bittet aber auch hier darum, nur sparsam Wasser aus dem Fluss zu holen, um Pflanzen und Tiere zu schützen.
Auch die Bezirksregierungen Köln und Münster hatten wegen der Trockenheit bereits solche Verbote erlassen.
Unsere Quellen:
- Bezirksregierung Arnsberg
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit 13.07.2026, 12:31 Uhr