Südwestfalenagentur in Olpe vor radikalem Umbruch

WDR 03:04 Min. Verfügbar bis 01.07.2028

Wegen Personalkürzungen Südwestfalenagentur in Olpe vor radikalem Umbruch

Stand:

Zum Jahresende fallen sieben von 19 Stellen weg. Die Südwestfalenagentur will trotzdem weiter Impulse für die Region setzen.

Von Mike Külpmann

Dienstagnachmittag im Kreativquartier Wippermann in Halver. Stephanie Arens, Prokuristin der Südwestfalenagentur, ist ihrem Element. Gerade stellt Bürgermeister Armin Kibbert eines der jüngsten Projekte des "Regionale 2025" vor - Stephanie Arens ist begeistert davon:

"Hier haben viele Akteure an einem Strang gezogen: Die Stadt, ein privater Investor, die öffentliche Hand mit Fördergeldern. Herausgekommen ist ein Projekt mit Impulswirkung für Halver und die gesamte Region." Stefanie Arens, Prokuristin

Leer stehendes Industriegebäude wurde umgebaut

Das Kreativquartier Wippermann ist ein umgebautes und grundsaniertes ehemaliges Industriegebäude. Lange hat es leer gestanden – dann wurde es zu einem Ort mit Büros für Firmen, Seminarräumen und einem Veranstaltungshof.

Menschen sitzen an einem Konferenztisch vor einem Bildschirm

Heute befinden sich im Quartier Wippermann Büros für Firmen und Seminarräume.

Die Südwestfalenagentur hat die Idee von Anfang an begleitet und die Fäden im Hintergrund gezogen, Menschen zusammengebracht, nach Fördermöglichkeiten bei Land, Bund und EU gesucht.

Das ist typisch für die Agentur, die 2008 gegründet worden war, um die sogenannte "Südwestfalenregionale 2013" zu begeiten – eine Idee des Landes, bei der einige Jahre lang gezielt Projekte in einer bestimmten Region gefördert werden.

273 Millionen Euro in die Region geholt

150 Millionen Euro waren es damals – bei der Neuauflage 2025 kamen noch einmal 123 Millionen dazu. Herausgekommen sind Großprojekte wie die Freilegung von Sieg und Henne in Siegen und Meschede, sowie der Erlebnisaufzug zur Burg Altena.

Über 100 Projekte waren es insgesamt. Doch nach dem Ende der beiden Regionalen geht es für die Südwestfalenagentur mit weniger Ressourcen weiter. Sieben von 19 Stellen fallen weg, vier weitere sind bis 2028 befristet.

Arbeit wird fortgesetzt

Doch für Stephanie Arens ist wichtig, dass die Agentur ihre Arbeit fortsetzen kann. Denn aus ihrer Sicht droht die Region sonst den Anschluss zu verlieren. "Wenn man in Südwestfalen nicht zusammenarbeit, wird man die Herausforderungen wie Energieversorgung und Fachkräftemangel nicht bewätigen können."

Stephanie Arens, Prokuristin der Südwestfalenagentur

Stephanie Arens hat das Projekt mit angestoßen

Unsere Quellen:

  • Beobachtungen und Gespräche des Reporters vor Ort
  • Südwestfalenagentur
  • Beirat der Südwestfalenagentur
  • Stadt Halver

Sendung: wdr.de, Südwestfalenagentur in Olpe vor radikalem Umbruch, 01.07.2026, 05:00 Uhr

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