In einer Transportbox machte es sich der junge Waschbärnachwuchs vorläufig gemütlich.
Die Feuerwehr konnte die Tiere nach wenigen Minuten befreien. Ihr Gesundheitszustand ist aktuell aber kritisch. Sie sind wahrscheinlich sehr dehydriert, sagte eine Expertin einer Tierauffangstation aus Bad Berleburg.
"Die Tiere saßen in dem Kaminrohr und wir konnten sie über eine Klappe befreien", erklärt Kreuztals Feuerwehrchef Jan Kleine.
Hier hatte es sich dich Waschbärfamilie gemütlich gemacht.
Hausbesitzer Marco Berg hatte eine Kamera installiert, um die Waschbären zu beobachten. Seit zwei Tagen war die Mutter nicht mehr bei ihrem Nachwuchs gewesen. Nachdem klar war, dass die Jungtiere noch leben und gesäugt werden mussten, bestand Handlungsbedarf.
"Auch wenn ich weiß, dass Waschbären eine invasive Tierart sind und bejagt werden dürfen, wollte ich die Tiere nicht ihrem Schicksal überlassen. Die schrien ja auch die ganze Zeit nach ihrer Mutter." Marco Berg, Hauseigentümer
Augen noch geschlossen
Die Tiere sind noch so jung, dass sie die Augen nicht einmal öffnen konnten. Nach der ersten Versorgung kuschelten sich die Tiere wieder in ein Handtuch ein. Ziel ist, dass die Tiere heute noch in die Tierauffangstation nach Bad Berleburg kommen.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen und Gespräche des WDR-Reporters vor Ort
- Jan Kleine, Leiter der Feuerwehr Kreuztal
- Marco Berg, Hausbesitzer und Finder der Tiere
Sendung: WDR 2, WDR 2 für Sauerland, Siegerland und Südwestfalen, 24.07.2026, 12:30 Uhr
