3.000 Menschen erleichtert : Kein Blindgänger in Soest
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In Soest hat sich ein Bomben-Verdacht nicht erhärtet. Schon in den Morgenstunden war rund um den Verdachtspunkt im Soester Süden tief gegraben worden. Inzwischen ist klar: Es handelt sich bei dem gefundenen Metall-Objekt nicht um eine Fliegerbombe.
Alte Mülleimer und Kannen wurden in der Erde gefunden. Genau über der Fundstelle soll bald eine Padel-Tennis-Halle entstehen, doch zuerst musste geprüft werden, ob es sich bei dem Verdachtsobjekt überhaupt um einen Blindgänger handelt. Rund drei Meter tief wurde gegraben, am Ende lag dort lediglich Metallschrott.
Keine Evakuierung: Menschen dürfen zu Hause bleiben
Die Anwohner dürften sich mit Blick auf die hochsommerlichen Temperaturen freuen, nicht ihr Zuhause verlassen zu müssen. In dem etwa 500 Meter großen Radius rund um die Fundstelle liegen auch ein Supermarkt, Bäcker, das Soester Geburtshaus und ein großes Möbelhaus. Rund 3.000 Menschen hätten im Falle eines Blindgängers ihr Zuhause und ihre Arbeitsstätte verlassen müssen.
Für Betroffene, die keine private Unterbringung gehabt hätten, hatte die Stadt vorsorglich eine Betreuungsstelle in der Hannah-Arendt-Gesamtschule organisiert. Außerdem gibt es, wie bei jedem Verdachtsfall, eine Bürger-Hotline und einen Liveticker für die Menschen vor Ort.
Soest war immer wieder Ziel alliierter Bombenangriffe
Im 2. Weltkrieg wurde Soest immer wieder zum Ziel von Bombenangriffen, weil der Bahnhof ein wichtiger Knotenpunkt war. Durch Abwürfe auf die Bahnstrecke sollten Versorgungs- und Nachschubwege zerstört werden. Weil nicht alle Bomben explodierten, werden bis heute immer wieder Blindgänger im Soester Boden entdeckt.
Bei Bauarbeiten im Stadtgebiet prüft eine Kampfmittelsondierung daher jedes Grundstück, auch mithilfe von Bildern aus der Kriegszeit. Werden dann zum Beispiel auffällige Krater entdeckt, wird, wie in diesem Fall, per Magnetsonde geprüft, ob Metall im Boden ist.
Unsere Quellen:
- Stadt Soest, Pressesprecher Thorsten Bottin
Sendung: WDR.de, Kein Blindgänger in Soest, 29.07.2026, 13:20 Uhr