Ein Mann aus Iserlohn ist offenbar auf eine Betrugsmasche hereingefallen. Die fing wohl ganz harmlos an - mit einer Freundschaftsanfrage auf Social Media.
Versuchung war zu groß
Der Iserlohner hatte wohl erst nur mit einer fremden Frau geschrieben. Dann soll sie ihn um ein Nacktfoto von sich gebeten haben - der Bitte kam er nach. Was dann geschah ist laut Polizei keine Seltenheit. Die unbekannte Person verlangte Codes von Geldkarten und drohte dem Mann.
Sie wolle das Foto seiner Frau schicken und in sozialen Netzwerken veröffentlichen, wenn der Iserlohner den Forderungen nicht nachkommen würde.
Forderung zu Geldzahlungen
Der Iserlohner zahlte, und das mehrmals. Die fremde Person irgendwann wöchtenliche Geldbeträge und sendete scheinbare Fotos aus einer Polizeiwache, um den Druck auf den Iserlohner zu erhöhen.
Iserlohner erstattete Anzeige
Der Iserlohner erstattete Anzeige bei der Polizei. Und die kennt solche Fälle nur zu gut. Denn vor allem Männer lassen sich scheinbar schnell dazu verleiten in sozialen Netzwerken oder auf Flirt-Portalen Nacktfotos zu verschicken oder sich vor der Webcam auszuziehen.
Fast immer folgen umgehend Geldforderungen. Die Erfahrung bestätigt auch, was dem Iserlohner widerfahren ist: "Wer einmal zahlt, wird die Erpresser erst recht nicht los, sondern riskiert immer weitergehende, höhere Forderungen."
Das Internet vergisst nicht
"Alles, was sie veröffentlichen, kann gegen sie verwendet werden und lässt sich nie wieder zurückholen oder löschen." Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis
Apell der Polizei
Die Polizei appelliert an die Nutzer sozialer Netzwerke neben Fotos auch Passkopien, die noch Jahre später für betrügerische Machenschaften nutzbar sind, nicht zu versenden.
Unsere Quellen:
- Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis
Sendung: WDR.de, Erpressung statt Liebe, 12.08.2026, 15:18 Uhr