Signalkrebs breitet sich in Südwestfalen aus und bedroht Fische
Bildquelle: WDR/mauritius imagesLokalzeit Südwestfalen. 13.08.2025. 3 Min. 14 Sek.. Verfügbar bis 13.08.2027. WDR. Von Juan Yanez-Mejias.
Der amerikanische Signalkrebs breitet sich in heimischen Gewässern weiter aus. Zuletzt wurde er jetzt in einem Bach bei Werdohl gefangen. Der Signalkrebs ist eine Bedrohung für den heimischen Edelkrebs, Frösche, Kröten und kleine Fische.
Bis zu 40 Signalkrebse zappeln in einer sogenannten Reuse herum. Reusen sind Fallen, die Volker Knipp vom Naturschutzzentrum des Märkischen Kreises in einem Bach bei Werdohl angebracht hat. Am frühen Morgen betrachtet er die große Beute.
Signalkrebse kommen über Ruhr und Volme
“Es sind hier insgesamt sieben Fallen in einem Abstand von etwa 15 Metern. Jede Falle ist gespickt mit Hundetrockenfutter, die Signalkrebse lieben das", erzählt Volker Knipp.
Er erkennt die leicht rötlich gefärbten Tiere auf einen Blick. Sie sind auch tagsüber gut zu sehen und werden bis zu 18 Zentimeter groß.
Signalkrebse sind bei Feinschmeckern beliebt
Bei den amerikanischen Signalkrebsen handelt es sich um eine invasive Art. Die Krebse haben die Edelkrebse schon nahezu aus den heimischen Gewässern verdrängt. Außerdem sind sie eine Bedrohung für kleine Fische, Frösche oder auch Kröten. Deshalb können sie nicht bleiben.
“Die Signalkrebse müssen wir töten. Wenn ich weiß, dass ich in einem Gewässer Reusen auslege, dann spreche ich gezielt Menschen an, die gerne Krebsfleisch essen. Manchmal gehen die Krebse auch an Jäger, die sie an heimische Wildtiere verfüttern“, so Volker Knipp vom Naturschutzzentrum MK.
Signalkrebse weit verbreitet
Wichtig sei, dass die Fallen nach ihrem Einsatz gut gereinigt werden. Es bestehe nämlich auch die Gefahr, dass der amerikanische Signalkrebs Krankheiten wie die Krebs- oder Salamanderpest in unsere Bäche und Flüsse bringt.
Die Ansiedlung von amerikanischen Signalkrebsen ist nicht selten. Signalkrese leben zum Beispiel auch in großen Mengen in der Ennepetalsperre und gelangen so über die Ruhr und die Volme in den Märkischen Kreis.
Bach bei Brilon wurde wegen Signalkrebsen zugeschüttet
In Madfeld bei Brilon wurde 2017 der Wolfgangsee wegen einer zu großen Menge an amerikanischen Signalkrebsen komplett zugeschüttet.
Quellen:
- Naturschutzzentrum Märkischer Kreis
- WDR-Recherchen