Schulstraße bringt in Lüdenscheid mehr Sicherheit

Bildquelle: WDR/Frank Strohdiek

WDR 2 Min. 38 Sek. Verfügbar bis 02.09.2028

Elterntaxis verbannt Schulstraße bringt in Lüdenscheid mehr Sicherheit

Stand:

Schüler, Autofahrer und Lehrer müssen sich nach den Sommerferien erst wieder an den Straßenverkehr und den Andrang rund um die Schulen gewöhnen. Oft gelten die Elterntaxis als größte Gefahrenquelle. Schulstraßen sperren sie aus - wie seit einem Jahr in Lüdenscheid.

Morgens um kurz nach halb acht in Lüdenscheid: Die ersten Schülerinnen und Schüler kommen zu Fuß zur Adolf-Reichwein-Gesamtschule. Die Aufmerksamkeit liegt oft nicht beim Straßenverkehr. Auch dann nicht, wenn gleichzeitig die Elterntaxis vorfahren.

Früher sind die in die kleine Zufahrtstraße zur Schule eingebogen - jetzt nutzen sie die Bringezone, um den Nachwuchs abzusetzen. Die letzten rund 100 Meter sind seit einem Jahr Schulstraße. Von 7:30 Uhr bis 8:30 Uhr und von 13 Uhr bis 14:30 Uhr dürfen hier nur Autos mit Sondergenehmigung fahren.

Ohne Kontrolle bleibt eine Schulstraße erfolglos

Schilder am Anfang der Schulstraße

Schilder am Anfang der Schulstraße

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Dass sie nicht mehr bis direkt vor die Schule bringen dürfen, finden die meisten Eltern gut. Insgesamt sei alles viel ruhiger und gesitteter geworden, sagen Eltern, die ihre Kinder zur Schule gebracht haben.

"Einige ignorieren immer noch das Verbot. Ich fänd´ es gut, wenn öfter kontrolliert würde. Es sind immer die gleichen, die die Regeln nicht beachten." Mutter eines Schülers an der Adolf-Reichwein-Gesamtschule

Mehr mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs

Die Schülersprecherin Klara Petereit und Johannes Block

Die Schülersprecherin Klara Petereit und Johannes Block

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Das bestätigen auch die beiden Schülersprecher Klara Petereit und Johannes Bock. Sie haben aber gleichzeitig beobachtet, dass seit der Einführung der Schulstraße auch wieder mehr Mitschüler mit dem Fahrrad zur Schule kommen. "Das ist schön, so was zu sehen", sagt Klara Petereit.

In die Schulstraße dürfen während der Sperrzeiten nur Autos mit Sondergenehmigung fahren. Das sind meistens Fahrzeuge der Lehrerinnen und Lehrer oder aus der Schülerschaft. Sie fahren morgens und mittags alle in die gleiche Richtung, es gibt keinen gefährlichen Begegnungsverkehr.

Zufriedenheit bei der Stadt Lüdenscheid

Bei der Stadt sind die Verantwortlichen ebenfalls zufrieden mit der Schulstraße. Das verdeutlicht Janis Weiland, der für die Stadt Lüdenscheid die Schulstraße und die Bringezone geplant hat.

Janis Weiland, Verkehrsplaner der Stadt Lüdenscheid
"Es hat nur kurze Zeit gedauert, dann haben die meisten Eltern das Einfahrtverbot beachtet." Janis Weiland

Weiland betont in diesem Zusammenhang: "Das liegt auch an der Erkenntnis, dass der Nachwuchs jetzt viel schneller abgesetzt ist als vorher."

Gute Erfahrungen auch in anderen Städten

Ähnlich gute Erfahrungen haben die Städte Arnsberg und Olpe mit ihren Schulstraßen gemacht. In Olpe war die Autosperrzone als Versuch für ein Jahr geplant, jetzt gilt sie dauerhaft.

Überall gilt aber auch die Erkenntnis: Wenn nicht regelmäßig kontrolliert wird, fahren immer mehr Elterntaxis trotzdem direkt bis vor die Schule.

Unsere Quellen:

  • Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
  • Gespräch mit den Schülersprechern der Adolf-Reichwein-Gesamtschule
  • Gespräch mit Janis Weiland
  • Gespräche mit dem Pressesprechern der Städte Arnsberg und Olpe
  • Gespräche mit Eltern in der Bringezone

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Südwestfalen, 02.09.2026, 19:30 Uhr

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