Ein Außenschwimmbecken mit Rutsche. Das Wasser ist sehr grünlich und dunkel.

Lange war unklar, ob die Freibäder diesen Sommer öffnen können

Zuversicht nach Protest Iserlohn will Förderung für seine Schwimmbäder

Stand:

Nach der gescheiterten Eishallen-Förderung und Protesten für die Freibäder gibt es in Iserlohn neue Hoffnung auf Fördergelder.

Gute Nachrichten aus Iserlohn: Der Stadtrat hat wichtige Weichen für die Zukunft von zwei Schwimmbädern gestellt: Die Ratsmitglieder haben am Dienstagabend beschlossen, Förderanträge beim Bund einzureichen.

Ob das Geld tatsächlich fließt, ist aber offen. Bundesweit wird mehr als 20 Mal so viel Geld beantragt, wie im Fördertopf zur Verfügung steht.

Iserlohn reagiert auf Unmut in der Bevölkerung

Hunderte Menschen demonstrierten im März in der Iserlohner Innenstadt - für zwei ihrer Freibäder und für ihre Vereine. Der Druck hat gewirkt. Die Stadt gab Gelder frei. Jetzt versucht sie auch beim Bund erneut ihr Glück.

Eishalle ging leer aus, Freibäder fast dicht

Der erste Rückschlag kam für die Eishockey-Fans: Die Förderung für die Sanierung der Eissporthalle am Seilersee scheiterte - auch wegen formaler Fehler im Antrag. Acht Millionen Euro vom Bund hatte die Stadt erhofft, die Gesamtsanierung kostet 19,1 Millionen.

Eissporthalle Iserlohn

Eissporthalle am Seilersee

Gleichzeitig standen die Freibäder Schleddenhof und Heidebad vor dem Aus. Weil der Stadthaushalt nicht verabschiedet war, durfte Iserlohn kein Geld für freiwillige Leistungen ausgeben - die Vereinszuschüsse drohten wegzufallen. Rund 500 Menschen gingen deshalb auf die Straße.

Rat rettete die Freibäder — vorerst

Die Stadt reagierte: Zuschüsse aus dem städtischen Haushalt und von stadteigenen Unternehmen sicherten den Betrieb für Schleddenhof und Heidebad für diese Saison. Die Vereine atmeten auf, wünschen sich aber längerfristige Verträge statt jährlicher Hängepartien.

Ein Schild einer Besucherin der Demo in Iserlohn.

Hunderte gingen für den Erhalt der Freibäder auf die Straße

Jetzt neuer Anlauf für die Schwimmbäder

Für das Seilerseebad und das Aquamathe hat die Stadt neue Förderanträge gestellt - diesmal für den Neubau von je zwei Lehrschwimmbecken. Gesamtkosten: 22,7 Millionen Euro, knapp 14,8 Millionen könnten vom Bund kommen. Der Rat entscheidet am Dienstag.

Das Programm ist 21-fach überzeichnet, heißt: es sind 21 Mal so viele Förderanträge eingegangen, wie Gelder im Topf sind. Die Chancen sind ungewiss, aber Iserlohn gibt nicht auf.

Iserlohn kämpft um seine Bäder

WDR 01.07.2026 00:22 Min. Verfügbar bis 30.06.2028

Download

Unsere Quellen:

  • Stadt Iserlohn
  • Reporter vor Ort

Sendung: WDR 2 Südwestfalen, Lokalzeit, 01.07.2026, 8:30 Uhr

Weitere Beiträge aus dem Märkischen Kreis

1 / 2