A59-Sperrung: So läuft es am ersten Tag

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Lokalzeit aus Düsseldorf 16.10.2025 28 Min. 28 Sek. Verfügbar bis 16.10.2027 WDR

Ist die Vollsperrung der A59 wirklich alternativlos?

Stand:

Seit Mittwoch ist die A59 in Richtung Leverkusen wegen Bauarbeiten acht Monate lang voll gesperrt - zunächst von Düsseldorf-Süd bis Richrath, ab Montag dann bis Monheim-Süd. Ist das nötig? Ja, sagt die Autobahn GmbH. Und danach soll auch die Gegenrichtung voll gesperrt werden.

Von Victor Fritzen, Markus Gröters

Es ist fünf vor 12! So beschreibt zumindest die Autobahn GmbH den Zustand der A59 zwischen Düsseldorf und Monheim. Die Autobahn sei so marode, dass eine Sperrung ohnehin kurz bevorgestanden habe - ob mit oder ohne Sanierung.

Vollsperrung zwischen Düsseldorf und Monheim

Seit Mittwoch sind deswegen die Spuren vom Dreieck Düsseldorf-Süd Richtung Leverkusen dicht - erst einmal bis Richrath, ab Montag dann bis zum Dreieck Monheim-Süd. Auf zwölf Kilometern werden dort alle Betonplatten rausgerissen und die Fahrbahn plus Standstreifen neu gemacht. Bis Mitte Juni 2026 wird hier kein Verkehr mehr rollen. Danach ist die Gegenrichtung dran.

"Das ist schon eine sehr gut bemessene Zeit. Eigentlich braucht man dafür deutlich länger. Aber wir werden mit großem Personal- und Maschineneinsatz hoffentlich gut vorankommen", sagt Sabrina Kieback von der Autobahn GmbH des Bundes.

Aber gab es keine Alternativen zur Vollsperrung, beispielsweise eine einspurige Umleitung über die Gegenfahrbahn?

Wir haben hier wenig Platz auf der Autobahn und wir würden es nicht hinkriegen, den Verkehr sicher an der Arbeitsstelle vorbeizuführen. Die Autobahn ist aus den 70ern und schmaler als andere Autobahnen. Wir haben deswegen leider nur die Möglichkeit, unter Vollsperrung zu arbeiten. Sabrina Kieback, Pressesprecherin Autobahn GmbH

A59 stark beschädigt

Zum einen müssten Rettungswege freigehalten werden. Zum anderen sei die Fahrbahn so stark geschädigt, dass es nicht möglich sei, den gesamten Richtungsverkehr auf einer (übergeleiteten) Spur fahren zu lassen, ohne eine ungeplante Vollsperrung zu riskieren. Des Weiteren müssten bei einer halbseitigen Sperrung die Betonplatten mittig zerschnitten werden, um nur die eine Hälfte auszuheben. "Auch hier erhöht sich das Risiko einer ungeplanten Vollsperrung."

Noch sind Herbstferien, viele Familien verreist. Sabrina Kieback rechnet "schon damit, dass es in den ersten ein, zwei, vielleicht auch drei Wochen zu etwas größerem Chaos und Staus kommen wird. In der Regel haben sich dann alle daran gewöhnt und es spielt sich ein."

Umleitung über die A3, A46 und A542

Auf den Umleitungsstrecken - unter anderem über die A3, A46 und die A542 - sollen Bedarfsampeln und optimierte Verkehrsführungen für einen besseren Verkehrsfluss sorgen. Man werde die Umleitungsstrecken stetig überprüfen. "Aber viele fahren heute ja auch mit Navigationssystem und suchen sich da ihren schnellsten Weg", sagt Sabrina Kieback.

Städte wie Langenfeld befürchten trotzdem erhebliche Verkehrsprobleme. Denn: "Wir haben nicht nur die Baustelle auf der A59, sondern auch auf der A3. Dazu kommt demnächst auch der Abriss der Brücke in der Nähe der A59", sagt Bürgermeister Frank Schneider. Das alles werde sich nicht nur auf die Pendler, sondern auch auf die Unternehmen vor Ort auswirken.

Eigentlich sollten die Arbeiten auf der A59 erst beginnen, wenn auf der A46 und der A3 alles fertig ist. Die Betonplatten auf der A59 waren aber in einem so schlechten Zustand, dass sich die Autobahn GmbH zum Handeln gezwungen sah. Frank Schneider hat Verstandnis dafür.

"Wir sind ja froh, dass wir die Sachen jetzt angehen. Es war auch nicht so geplant, dass jetzt alles auf einmal kommt. Aber es geht nicht anders. Das müssen wir akzeptieren. Und wir sind froh, wenn wir in zwei Jahren hoffentlich durch sind."

Auch die Gegenrichtung wird gesperrt

Sabrina Kieback

Sabrina Kieback von der Autobahn GmbH

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In acht Monaten - im Juni 2026 - soll in Richtung Leverkusen alles fertig sein, dann ist die andere Richtung dran. Wann genau, ist noch unklar. Man plane im Moment aber auch da mit einer Vollsperrung in Richtung Düsseldorf, sagt Sabrina Kieback.

"Auch in der Gegenrichtung haben wir das Problem, dass die Fahrbahn viel zu schmal ist, um den Verkehr sicher an der Baustelle vorbeizuführen. Wir werden das aber noch prüfen und die Baustelle beobachten und dann gucken, ob wir vielleicht nicht doch noch eine andere Möglichkeit finden."

Infos zur Verkehrslage und zu Baustellen in NRW:

Unsere Quellen:

  • WDR-Interview mit Sabrina Kieback
  • WDR-Interview mit Frank Schneider

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