Erste Bilanz zum SEV Köln-Hagen | Aktuelle Stunde

00:32 Min. Verfügbar bis 20.02.2028

Hagen-Wuppertal-Köln: VRR kritisiert Ersatzverkehr der Bahn

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Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ist unzufrieden mit dem Ersatzverkehr rund um Wuppertal. Nach zwei Wochen Generalsanierung fällt die Bilanz verheerend aus.

Pendler rund um Wuppertal merken es seit zwei Wochen: Es geht fast nichts mehr auf der Schiene. Die Generalsanierung der Strecke sorgt für massive Einschränkungen. Die Bahn hat einen umfangreichen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen organisiert. Doch nicht nur Fahrgäste merken: rund läuft es bislang nicht.

Viele Probleme mit dem Ersatzverkehr

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) übt nun in einem Statement scharfe Kritik. Personalmangel, Ausfälle, Fahrzeugschäden, zu kleine Busse, fehlende Ortskunde: Für einen Hochleistungs-SEV sei das inakzeptabel, so der Verkehrsverbund.

"Wir reden nicht über Kinderkrankheiten, sondern über wiederkehrende, strukturelle Mängel, die die Verlässlichkeit für die Fahrgäste spürbar beeinträchtigen." Oliver Wittke, Vorstandssprecher VRR

Grundlage für die Kritik seien nicht nur eigene Erfahrungen und Presseberichte. Der VRR habe auch Testpersonen eingesetzt. Die täglichen Erlebnisse blieben deutlich hinter den Ansprüchen zurück, die der VRR an den Schienenersatzverkehr stelle. Denn der Verkehrsverbund ist einer von drei Verbänden, welche den Regionalverkehr in NRW bestellt.

VRR: Bahn soll Ersatzverkehr zuverlässiger machen

Der VRR fordert deshalb schnelle Verbesserungen. Es brauche eine robuste Reserve an Fahrern und Fahrzeugen, verbindliche Schulungen zur Ortskenntnis und Gelenkbusse auf stark nachgefragten Linien. Die Ausfallquote liege "konstant zwischen 3,5 bis 5 Prozent". Für den VRR sei das "nicht akzeptabel".

Die Deutsche Bahn räumt ein, dass der Fahrplan "sehr ambioniert und schwer einzuhalten" sei. Sie nehme die Kritik des VRR ernst, betont aber auch, dass die Karnevalszeit den Ersatzverkehr besonders belastet habe.

Aktueller Fahrplan sei "nicht einzuhalten"

Die Bahn prüfe jetzt, wie Fahrtzeiten veröffentlicht werden können, damit die Busse pünktlicher fahren. Auch der Einsatz von mehr Fahrzeugen und eine bessere Schulung ihrer Fahrer soll geprüft werden.

Für die Fahrgäste könnte sich die Situation zumindest etwas entspannen: Ab Freitagabend (20.02.) sollen auf der Strecke zwischen Hagen und Düsseldorf Züge fahren. Die nächste Vollsperrung kommt dann wieder ab dem 19. März.

Bahnersatzverkehr und Generalsanierung

WDR Studios NRW 20.02.2026 00:56 Min. Verfügbar bis 19.02.2029 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Pressemitteilung Verkehrsverbund Rhein-Ruhr
  • Pressemitteilung Deutsche Bahn

Sendung: WDR.de, Hagen-Wuppertal-Köln: VRR kritisiert Ersatzverkehr der Bahn, 20.02.2026, 15:19 Uhr

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