In der zweiten Jahreshälfte fahren von Troisdorf aus keine Züge Richtung Wiesbaden

WDR 03:17 Min. Verfügbar bis 12.05.2028

Wegen Sanierung Bahnstrecke von Troisdorf nach Wiesbaden bald dicht

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Die Bahn hat für die rechtsrheinische Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden eine Korridorsanierung angekündigt. Deshalb werden bis Mitte Dezember keine Züge rollen. Was das für Reisende, Anwohner und Stadt bedeutet, darüber klärt die Bahn mit ihrem Info-Mobil auf. Erste Station: der Bahnhof in Königswinter.

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Anette Flentge

Cordula Moravec ist Lehrerin. Mit zwei 8. Klassen will sie am 13. Juli von Königswinter nach Valendar und sucht Rat am Info-Mobil. "Wir müssten normalerweise den Zug nehmen", sagt sie, "wir steigen hier in Königswinter ein und fallen in Vallendar aus dem Zug. Durch die Sanierung ist das nicht möglich." Deshalb erkundigt sie sich am Infomobil, wie sie mit ihren Klassen dann fahren kann.

Sanierung für 1,65 Milliarden Euro

Am 10. Juli geht`s los. Auf 160 Kilometern will die Bahn die Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden grunderneuern. Schienen, Schwellen, Bahnhöfe - alles wird saniert, so Jens Sülwold, der technische Projektleiter der DB InfraGO AG.

Vorfreude in Königswinter

Neben der Erneuerung der Gleise und Bahnhöfe wird in Königswinter auch eine Unterführung Richtung Innenstadt gebaut. Schranke ade!

Ein großes Baugerüst vor Bahngleisen.

In Königswinter wird eine Unterführung gebaut.

Für Fabiano Pinto, den technischen Beigeordneten der Stadt Königswinter Grund zur Vorfreude. "Wenn die Bahnhöfe sauberer, moderner und barrierefrei werden, dann ist das für die Bürgerinnen und Bürger und für unsere Besucher ein Vorteil." Und die neue Unterführung verbinde die Stadt mit dem Siebengebirge.

"Das ist ein Projekt, da warten die Leute hier seit Jahrzehnten drauf." Fabiano Pinto, Stadt Königswinter

Lila Busse als Schienenersatzverkehr

Übung hat die Bahn bereits mit solchen Korridorsanierungen an anderen Stellen, wie zum Beispiel in Wuppertal. Purpurfarbene Busse sollen gut sichtbar an den Bahn-Haltestellen als Schienenersatzverkehr fahren. Das funktioniere oft, aber eben oft auch nicht so gut, sagt Werner Ignatowitz vom Fahrgastverband Pro Bahn. Die Busse seien nicht immer pünktlich und manchmal würden die Fahrer den Weg nicht so genau kennen.

Fahrgäste müssen mehr Zeit einplanen

Martin Dziuba hat im Auftrag von Go Rheinland die Ersatzbusse geplant. Beispiel: Von Königswinter nach Troisdorf. Da rechnet er mit 38 Minuten Fahrzeit, doppelt so lange also, wie die Bahn normalerweise auf der Strecke braucht. Deshalb können sich Fahrgäste am Info-Mobil am Dienstag informieren, wie wann die Ersatzbusse fahren.

Ein rotes Infomobil der Deutschen Bahn

Am Info-Mobil konnten Interessierte mehr über die Sanierungspläne erfahren.

Cordula Moravec ist begeistert zu hören, dass es für sie und ihre Schulklassen sogar einen Extra-Bus geben kann, wenn sie ihn vorbestellt.

Bauarbeiten auch in der Nacht

Dass es an der Strecke ab Juli leiser wird, darauf sollten die Anwohner aber nicht hoffen. Züge fahren dann zwar nicht mehr, aber Baulärm könnte es auch nachts geben.

Unsere Quellen:

  • DB InfraGO AG
  • Stadt Königswinter
  • Fahrgastverband Pro Bahn
  • Go Rheinland
  • WDR-Reporterin im Gespräch mit Cordula Moravec

Sendung: WDR-Fernsehen, Lokalzeit aus Bonn, 12.05.2026, 19:31 Uhr

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