Ein Gemeiner Bärenklau vor dunklen Wolken

Erst Hitze, dann Gewitter Wetter-Liveblog zum schwülen Sommertag in NRW

Stand:

Es ist besonders schwül heute. Wir begleiten euch durch die Hitze - am Abend werden Gewitter und Starkregen erwartet.

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Das Wichtigste in Kürze: 

  • Am Mittag schon Werte über 30 Grad
  • Schwüle Hitze mit Höchstwerten am Nachmittag bis 36 Grad
  • Unwetter mit Sturm und Starkregen am Abend möglich
  • Prognosen: Gewitter erst zaghaft, dann zunehmende Stärke in der Nacht 

Jürgen Vogt, WDR-Wetterredaktion
Jürgen Vogt, WDR-Wetterredaktion

Aktuelle Prognosen: Gewitter nehmen im Laufe des Abends an Stärke zu

Nach dem aktuellen Stand der Prognosemodelle und den aktuellen Radardaten gehen wir im Moment davon aus, dass sich die ersten Schauer und Gewitter heute Abend zuerst eher zaghaft entwickeln - und im Laufe des Abends dann an Stärke zunehmen. Im Laufe der Nacht werden sich dann aller Voraussicht nach wieder einige kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen entwickeln, die aus Südwesten dann Richtung Weser ziehen.
Stand jetzt wäre das Ganze dann rund zwei Stunden nach Mitternacht vorbei, wenn die letzten Schauer wie heute früh über die Weser nach Niedersachsen abziehen.
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Eurostar-Passagiere vor Aachener Hauptbahnhof evakuiert


Im Bereich des Aachener Hauptbahnhofs sind am Dienstagnachmittag die Passagiere eines Eurostars evakuiert worden. Nach Angaben der Bahn ist der Zug wegen eines technischen Defekts liegengeblieben - möglicherweise eine Spätfolge des Unwetters von vergangener Nacht. Bei der Evakuierung haben auch Einsatzkräfte der Aachener Feuerwehr geholfen. Die Fachleute der Bahn vermuten, dass ein verdeckter Schaden an der Oberleitung Schuld sein könnte. 

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Feuerwehr Coesfeld übt Hitze-Einsatz

In Coesfeld-Goxel hat die Feuerwehr am Dienstag den Einsatz bei einem Stoppelfeld-Brand geübt. Dabei trainieren die Wehrleute die Löscharbeiten bei erschwerten körperlichen Bedingungen durch die Sommerhitze. Vor allem durch weggeworfene Zigarettenkippen drohe Brandgefahr, warnt die Feuerwehr Coesfeld. Wer achtlos Kippen wegwerfe, mache sich möglicherweise der fahrlässigen Brandstiftung schuldig.
Isabell Zillmer, Arnsberg
Isabell Zillmer, Arnsberg

Wassermelonen und Auberginen - Landwirtin aus Arnsberg stellt um

Die Hitze und Trockenheit macht den Landwirten im Sauerland zu schaffen. 
Auch Junglandwirtin Marie Owens vom Tiggeshof in Arnsberg kommt derzeit mit dem Gießen nicht hinterher. Mit dem Blick auf den Klimawandel und die Hitze hat sie ihre Früchte und Gemüsesorten angepasst. Seit kurzer Zeit baut sie Wassermelonen, Physalis, Süßkartoffeln und Auberginen auf dem Hof an. Diese Art von Gemüse und Früchten lieben warme Temperaturen und viel Sonne. Und davon gibt es gerade genug im Sauerland, so dass sie und ihre Mitarbeiter damit eine gute Ernte einplanen können. 
Marie Owens erntet heute bei den Auberginen richtige Prachtexemplare. „ Das hätte ich vor einigen Jahren auch noch nicht gedacht, dass wir mal Auberginen und Wassermelonen auf dem Tiggeshof ernten werden“, sag Marie Owens.
Sie versucht das Beste aus der Situation zu machen. Der Kohlrabi und der Mais dagegen haben stark unter dem Wetter gelitten, so dass es hier zu Ernteausfällen kommt.
Die Junglandwirtin wünscht sich allerdings jetzt dringend eine Woche Regen, damit die Natur wieder auftanken kann.
Junglandwirtin Marie Owens erntet prachtvolle Auberginen.
Junglandwirtin Marie Owens erntet prachtvolle Auberginen. WDR / Zillmer
Auf dem Tiggeshof werden durch die Hitze nun auch Wassermelonen angebaut.
Auf dem Tiggeshof werden durch die Hitze nun auch Wassermelonen angebaut. WDR / Zillmer
Auch Physalis mag die warmen Temperaturen zum wachsen.
Auch Physalis mag die warmen Temperaturen zum wachsen. WDR / Zillmer
Marie Owens zur Auberginenernte in Arnsberg im Sauerland. WDR / Zillmer
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Feuerwerk zur Cranger Kirmes wird womöglich verschoben

Am Donnerstag öffnen die Buden und Fahrgeschäfte auf Crange. Wegen der Hitze und Trockenheit steht aber das für Freitagabend  geplante Feuerwerk auf der Kippe. Ob es wirklich stattfinden kann, entscheidet sich am Freitagmorgen. Falls es ausfallen muss, wollen die Veranstalter versuchen, das Feuerwerk auf einen anderen Tag zu verlegen - falls dann das Wetter mitspielt.
Die Cranger Kirmes ist nach Veranstalterangaben das größte Volksfest in NRW. Bis zum 16. August werden dort bis zu vier Millionen Besucher erwartet.
Die Cranger Kirmes lockt jedes Jahr tausende Besucher an.
Die Cranger Kirmes lockt jedes Jahr tausende Besucher an. WDR/Kyra Preuß
Moritz Börner, Düsseldorf

Abkühlen am Brumisateur

Noel und Nils kühlen sich in Düsseldorf an einem Brumisateur. Das Gerät zerstäubt Wasser zu einem feinen Nebel, der kühlend wirkt. "Es kühlt und macht trotzdem nicht nass", freut sich Noel. Die Stadtwerke haben den Brumisateur auf einem Platz in der Innenstadt aufgebaut. 
Der Brumisateur der Düsseldorfer Stadtwerke
Der Brumisateur der Düsseldorfer Stadtwerke. WDR / Moritz Börner
Moritz Börner, Düsseldorf

"Hoffentlich kommt bald Gewitter und bringt kühle Luft"

Torsten Kohl kühlt sich mit Wasser aus einem öffentlichen Springbrunnen in einer Düsseldorfer Fußgängerzone. "Weil das Wasser ständig läuft, ist es sogar kühler als aus der Leitung zu Hause", sagt er, "hoffentlich kommt bald das Gewitter und kühlt die Luft ab". In Düsseldorf ist es mittlerweile bedeckt und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch. 
Torsten Kohl in der Düsseldorfer Innenstadt.
Torsten Kohl in der Düsseldorfer Innenstadt. WDR / Moritz Börner
Marcel Kleer, WDR-Wetterredaktion

Mehr Wolken ziehen auf und spenden etwas Schatten

Zwischen Eifel und Selfkant ziehen mehr Wolken auf, die sich ins Rheinland und bis zum Niederrhein ausbreiten. Bis auf ein paar vereinzelte Tropfen bleibt es aber trocken und schwül-warm: In Lippstadt aktuell 32, in Münster 33 und in Marl 34 Grad. 
Selbst auf dem Kahlen Asten liegen wir derzeit bei 25 Grad. 
Moritz Börner, Düsseldorf

Kühlakkus in der Tasche für den Hund

Sabine Böhnke trägt ihren Terrier "Flip" bei der Hitze in der Düsseldorfer Innenstadt in einer Art Umhängetasche. In der Tasche sind auch Kühlakkus, damit Flip entspannt durch den Tag kommt. Hecheln muß er trotzdem. 
Sabine Böhnke möchte nicht mit Gesicht aufs Foto - war aber einverstanden, dass wir ihren Hund zeigen.
Sabine Böhnke möchte nicht mit Gesicht aufs Foto - war aber einverstanden, dass wir ihren Hund zeigen. WDR / Moritz Börner
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 Electrisize Festival: In der Hitze große Bühne aufbauen

Auf dem Gelände von Haus Hohenbusch in Erkelenz läuft der Aufbau der großen Bühnen für das Electrisize Festival auf Hochtouren. Festival-Organisator Tim Lindenlauf (aka DJ Timbo) achtet darauf, dass angesichts der Hitze sich alle Leute beim Festivalaufbau gut eincremen. Außerdem gibt es für die Crew Schatten-Pausen und kühle Getränke. Das Electrisize Festival (auch "Esize" genannt) ist ein großes, dreitägiges Musikfestival für elektronische Tanzmusik, Hip-Hop und Live-Bands. Das seit 2009 veranstaltete Event findet in diesem Jahr vom 7. bis 9. August statt.
Tim Lindenlauf cremt sich ein.
Tim Lindenlauf cremt sich ein. WDR / Benedikt Herfs
Für Schutz auf dem Festivalgelände sorgt auch ein Sonnensegel.
Für Schutz auf dem Festivalgelände sorgt auch ein Sonnensegel. WDR / Benedikt Herfs
Claudia Weber, Dortmund

"Ich bin bedient"

Für Doris Weinrich ist dieses Wetter nichts. Sie ist heute in der Hitze in Dortmund unterwegs: „Ich war heute schon mit meinem Mann einkaufen und ich bin bedient. Der Schweiß ist mir nur so runtergelaufen und ich hatte einen total roten Kopf.“
Doris Weinrich wartet in Dortmund-Hombruch auf die Bahn.
Doris Weinrich wartet in Dortmund-Hombruch auf die Bahn. WDR / Claudia Weber
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Rekord-Niedrigwasser: Der Rhein wird neu vermessen

Im Rhein ist im Moment so wenig Wasser wie noch nie. In Köln wurde am Wochenende ein historischer Tiefststand von 67 Zentimetern gemessen. In Düsseldorf lag der Pegelstand nur noch bei 22 Zentimetern. Wegen des extremen Niedrigwassers wird der Rhein neu vermessen.
Die jetzt gestarteten Messungen sollen zeigen, wie tief die Fahrrinne tatsächlich ist und ob sich Flusssohle oder Strömungsverhältnisse seit früheren Vermessungen verändert haben. Die Daten helfen dabei einzuschätzen, welche Schiffe den Rhein bei Niedrigwasser noch sicher befahren können.
Joscha Weidenfeld, Ratingen

Felder wie Wüste - Kartoffelernte bedroht

Nach dem Regen gestern Abend war Kartoffelbauer Max Grashaus aus Ratingen zuversichtlich, heute endlich die Frühkartoffeln aus dem Boden holen zu können. Damit wird‘s aber nix. Der Boden ist einfach zu trocken. 
Mehr Sorgen machen ihm die späteren Sorten.

„Meine Felder sehen aus wie die Wüste. Wenn jetzt nicht mal langsam Regen runterkommt, wird die diesjährige Kartoffelernte deutlich niedriger, als die letzten Jahre ausfallen. Das wird man dann auch an den Preisen merken.“
Kartoffelbauer Max Grashaus aus Ratingen
Kartoffelbauer Max Grashaus aus Ratingen. WDR / Joscha Weidenfeld
Marcel Kleer, WDR-Wetterredaktion

Schon am Mittag über 30 Grad - am Nachmittag bis zu 36 Grad erwartet

In Marl, Ahlen, Borken, Issum, Unna und Tönisvorst lagen wir schon am Mittag bei über 31°C. Selbst auf dem Kahlen Asten waren es um 12 Uhr schon 24 Grad. Heute Nachmittag zwischen 15 und 17 Uhr erwarten wir die höchsten Temperaturen - mit bis zu 36°C.

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Unsere Quellen:


  • WDR-Reporter Vor Ort
  • Deutscher Wetterdienst
  • WDR-Wetterredaktion

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