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Jorja Smith: “What Are The Odds”

Tanzen im Schatten des Erfolgs - Jorja Smith mit "What Are The Odds"

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Bekannt geworden ist Jorja Smith mit ihrer warmen Stimme und Songs zwischen R&B, Pop und Breakbeats. Zehn Jahre nach ihrem ersten Release reflektiert die 29-Jährige auf "What Are The Odds" über das Aufwachsen in der Öffentlichkeit, Beziehungen und Freundschaften zu UK Clubsounds.

Von Maike de Buhr

Jorja Smith: "What Are The Odds"

COSMO Album der Woche 24.08.2026 3 Min. 14 Sek. Verfügbar bis 26.08.2027 COSMO


"Das ist Musik, die dich zum Tanzen bringt. Ich will, dass die Leute das im Club, beim Notting Hill Carnival, im Auto oder mit Kopfhörern im Nachtbus nach Hause hören." Jorja Smith wollte mit "What Are The Odds" ein Dance-Album machen - und das ist mit Sounds von UK Garage und 2Step bis Afro House ihr gelungen. Dafür hat sie sich mit dem Produzenten P2J zusammengetan. Die beiden haben schon beim Song "Little Things" von ihrem zweiten Album "Falling Or Flying" zusammengearbeitet und da lose besprochen, dass sie gemeinsam ein Dance-Projekt machen wollen. Als Jorja Smith ihn dann 2025 in seinem Studio traf, hatte er so viel Material, dass sie innerhalb kurzer Zeit zwanzig Tracks zusammen bekommen haben.

Zwölf sind final auf dem Album gelandet. "Als ich diese Songs schrieb, musste ich ständig an Grime, Piratensender und all die Raves in East London denken. Die Aufnahmen dort am frühen Abend waren einfach unglaublich – die Atmosphäre war fantastisch. Ich war total aufgedreht", erinnert sich Jorja Smith. Auf dem Album singt sie nicht nur mit ihrer butterweichen Stimme, zwischendurch rappt sie auch. Dabei sind die typischen britischen 2Step-Rhythmen ihr zuhause.

Was passiert ist, ist passiert

Der Sound auf "What Are The Odds" bewegt den Körper, Jorja Smiths Lyrics bewegen die Gefühle. Sie singt von Trauer, Trennungen, toxischen Beziehungen. In "What's Done Is Done" schließt sie mit dem nötigen Ende einer Beziehung ab. In "For Life" erzählt sie vom schwierigen Verhältnis zu einer geliebten Person, die mit einer Abhängigkeit kämpft. "Pretend" ist ihre Abrechnung mit Leuten, die nur so getan haben, als ob sie ihre Freunde wären: "Ich wurde schon ein paar Mal ausgenutzt, aber ich habe daraus gelernt und bin daran gewachsen. Es war nicht in Ordnung, aber es ist okay."

Demgegenüber stehen auf dem Album genug positive Vibes: Mit Afrobeats-Star Wizkid singt sie davon sich "lebendig" zu fühlen. "Alive" spiegelt die Magie leichter Summer Crushes: "In dem Song gehts um die Anfangsphase, wenn du jemand Neuen triffst. Wenn man noch total aufgeregt ist und diese Freude und den Drang hat, diese Person zu treffen."

In die Heimat, Batterien aufladen

Pause machen kann Jorja Smith normalerweise nicht so gut. Aber es war nötig für sie mal Abstand vom trubeligen Artist-Leben in London zu gewinnen. Vor zehn Jahren brachte sie ihre erste Single "Blue Lights" auf SoundCloud raus, von da an ging es steil nach oben. Jorja Smith hat zwei BRIT Awards gewonnen, wurde für einen Grammy nominiert, hat Features gemacht mit Kendrick Lamar, Drake oder Burna Boy. Es war aber auch alles auch ein bisschen viel: In der Öffentlichkeit aufwachsen, ständig beurteilt werden.

"Ich war 18, als ich angefangen habe, und das kann sehr isolierend sein. Ich musste dieses Gefühl einfach loswerden, um damit abschließen zu können."

Jorja ist von London zurück in ihre Heimatstadt Walsall in den Midlands von England gezogen und hat sich für einen Marathon im nächsten Jahr angemeldet. Das Reconnecten mit Familie und Friends hat ihr gutgetan, auch ihrer Kreativität. Und diese frische Energie hört man "What Are The Odds" an.