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Global Pop News 22.01.2026 Bushido siegt vor Gericht gegen Abou-Chaker

Stand:

Bushidos "Rücken" ist keine GbR | Olivia Dean und Lola Young führen BRIT-Nominierungen an | Luis Fonsis Wandel zum Salsero | Kim Petras will von Label freigestellt werden

Von Lukasz Tomaszewski

Dieser Rechtsstreit hat jahrelang Deutschrap-Fans beschäftigt: Bushido vs. Clanchef und Ex-Manager Arafat Abou-Chaker. Gestern hat Bushido vor dem Kammergericht in Berlin Recht bekommen. Abou-Chaker muss dem Rapper rund 1,8 Millionen Euro plus Zinsen zurückzahlen. Es war ein jahrelanger Rechtsstreit. Nach Auffassung des Berliner Kammergerichts bestand zwischen den beiden kein wirksamer Managementvertrag - das bedeutet: Bushido hätte seinem damaligen Geschäftspartner die entsprechenden Einnahmen nicht überlassen müssen.

Kein richtiger Vertrag

Es gab so etwas wie einen Vertrag aus dem Jahr 2007. Aber das Gericht befand, dass dieser "sittenwidrig" war. Die Begründung: Rapper Bushido musste von fast allen Einnahmen 30 Prozent an Abou Chakar abgeben. Der hatte kein geschäftliches Risiko, während Bushido seine wirtschaftliche und künstlerische Selbstständigkeit abgegeben hat. Auch eine ordentliche GbR hat es nie gegeben.

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"Rücken" ist keine GbR

Abou Chakar hatte behauptet, dass die beiden eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts betrieben haben - also beide gleichberechtigte Gesellschafter waren. Wie sich herausstellt, haben beide nur mündlich vereinbart, "Gangsterrap in Deutschland als neues Genre zu etablieren". Und Abou Chaker sollte Bushidos "Rücken" sein - also für dessen Schutz sorgen. Das Gericht entschied, dass das keine gemeinsame Gesellschaft und keine partnerliche Gleichordnung ist.
Abou Chaker geht als Verlierer aus dem Prozeß, zumal er selbst ursprünglich geklagt hatte, weil er mehr Geld von Bushido wollte. Der hatte dann aber mit einer sogenannten Widerklage geantwortet. Jetzt muss Abou Chaker 1,8 Millionen plus Prozesskosten bezahlen. Das sind nach Presseinformationen nochmal über 200 000 Euro. Eine Revision Abo

u Chakars wurde nicht zugelassen. Dagegen kann er noch einen Monat lang Beschwerde einlegen. Danach ist das Urteil rechtskräftig.

Bushido siegt vor Gericht gegen Abou-Chaker

COSMO 15.01.2026 2 Min. 19 Sek. Verfügbar bis 22.01.2027 COSMO Von Lukasz Tomaszewski


Olivia Dean und Lola Young führen BRIT-Nominierungen an

 Der wichtigste kommerzielle Musikpreis in UK sind die BRIT-Awards. Sie werden Ende Februar verliehen. Jetzt wurden die Nominierten bekannt gegeben: Olivia Dean und Lola Young sind ganz oben auf der Liste. Die 26-jährige Singer-Songwriterin Olivia Dean ist fünf Mal nominiert - unter anderem in den wichtigen Kategorien Künstler und Album des Jahres - und hat mit  "Man I Need" Chancen auf den Song des Jahres. Ihr aktuelles Album  "The Art of Loving" präsentiert die ganze Bandbreite von Bossa Nova bis Neo-Soul und hat sie an die Spitze der britischen Charts katapultiert. Sie teilt sich Platz 1 mit Lola Young. Young ist als Künstlerin des Jahres und als Breakthrough-Artist - also bester Newcomer - nominiert und "Messy" als Song des Jahres.

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Hip-Hop und internationaler Artist

In der Kategorie Hiphop haben wir zwei große Talente mit jeweils drei Nominierungen. Einmal Dave und ein langjähriger Homie von Dave, nämlich Jim Legxacy. Er ist unter anderem für sein Mixtape "Black British Music" nominiert. Es gibt bei den BRITs natürlich auch den besten internationalen Artist des Jahres. Und da sind die US-Rapper Doechii oder Tyler, the Creator dabei. Aber auch Bad Bunny aus Puerto Rico und natürlich Rosalía aus Spanien.

Auffällig viele Ladies

70 Prozent der Nominierten sind weiblich oder non-binär. In den vergangenen Jahren wurden die BRITs immer wieder für die Männerlastigkeit kritisiert. Da haben die Verantwortlichen scheinbar dazugelernt. Gut so. Für die Nominierungen ist eine Gruppe von 1200 Musikerinnen und Branchenprofis verantwortlich. Verliehen werden die BRITs übrigens zum ersten Mal nicht in London, sondern in Manchester.

Nominierungen der BRIT Awards 2026

COSMO 22.01.2026 2 Min. 53 Sek. Verfügbar bis 22.01.2027 COSMO


Luis Fonsis Wandel zum Salsero

"Despacito" von Luis Fonsi war mal der meistgestreamte Song auf YouTube: eine Fusion aus Latin-Pop und Reggaetón. Jetzt ist der Sänger aus Puerto Rico wieder da: Diesmal zusammen mit Feid und einem waschechten Salsa-Song. "Cambiaré", heißt der Song von Luis Fonsi aus Puerto Rico und Feid aus Kolumbien. Zu Deutsch "Ich werde mich verändern" - und der Name ist Programm. Denn Salsa: Das ist für beide Musiker Neuland. Feid hat ein einziges Mal 2016 mal bei ner Salsa mitgemacht - steht ansonsten für Reggaetón. Und Luis Fonsi ist klar Latin-Pop. In einem Statement zeigt er sich begeistert, nach 27 Jahren im Business einen Song in einem komplett neuen Genre aufzunehmen. Zitat: "Es fühlt sich an wie ein Neuanfang. Ohne Risiko kein Fortschritt, ohne Mut keine Weiterentwicklung."

Nerv der Zeit

Er trifft damit aber auch den Nerv der Zeit: Seit Bad Bunnys aktuellem Album - auf dem gibt es drei Salsa-Songs - erlebt der Stil ein richtiges Revival. Fonsi kommt wie Bad Bunny aus Puerto Rico und spricht auch von Respekt vor seinen Wurzeln. Cooler Move auch: Er hat die Release-Party einfach mal auf einem Rooftop in Puerto Rico gemacht: Boxen raus und damit die Straße beschallt! Unten kreischen die Fans. Den Clip haben sie auf Insta gepostet.

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Video zum Song

Das Video zum Song wurde genau in dem Haus gedreht, auf dessen Dach Fonsi die Release-Party gefeiert hat: Zuerst sind Luis Fonsi und Feid in dem alten Kolonialhaus in schwarzen Anzügen mit Rumglas in der Hand. Ein paar Ladies schunkeln in der Ecke rum - etwas ganster-like. Und dann geht's aber raus in die Sonne, wo ein fettes Orchester mit Bläsern und Percussion steht: Da startet dann die Salsa-Street-Party. Luis Fonsi und Feid haben den Song zum Release sozusagen an den Drehort zurückgebracht.

Luis Fonsis Wandel zum Salsero

COSMO 22.01.2026 3 Min. 27 Sek. Verfügbar bis 22.01.2027 COSMO Von Lukasz Tomaszewski


Albumverzögerung: Kim Petras will von Label freigestellt werden

Fans warten schon auf das neue Album von Kim Petras, aber es kommt einfach nicht. Schuld sei das Label, meint Kim Petras. Bei X teilt die in den USA lebende deutsche Sängerin ihren Frust: Eigentlich habe sie "Detour" schon seit einem halben Jahr fertig, aber ihr Label Republic Records würde kein Veröffentlichungsdatum festlegen. Außerdem habe das Label Artists, die an dem Album beteiligt waren, noch nicht bezahlt. "Ich bin es leid, keine Kontrolle über mein eigenes Leben oder meine Karriere zu haben", schreibt sie. Sie wolle ihre Musik weiterhin selbst finanzieren und kuratieren und habe das Label deshalb offiziell gebeten, aus ihrem Vertrag entlassen zu werden.

Von anderen Künstlerinnen bekommt sie Unterstützung. Kesha kann Kim Petras’ Ärger nachvollziehen. Sie selbst hat in einem jahrelangen Rechtsstreit versucht, sich aus ihrem Major-Label-Deal zu befreien. Sie schreibt bei X: "Mitanzusehen, wie eine weitere Frau erkennt, dass der ‚goldene Käfig‘ immer noch ein Käfig ist, ist kein Sieg - es ist eine Tragödie, die wir nicht immer wiederholen dürfen." Freiheit sei kein Privileg, sondern ein Geburtsrecht. Und für Kim tue es ihr leid.

Grimes reagiert mit einem Appell, Independent Artist zu sein. Die Musikindustrie nutze Artists aus, und jede Künstlerin, jeder Künstler, den sie getroffen habe, habe an irgendeinem Punkt der Karriere so etwas erlebt. Das Geschäftsmodell der Labels würde auf Hits basieren und scheinbar könne kein noch so gut gemeinter Rat genügend Artists dazu bewegen, ihre Verträge mit Plattenfirmen zu kündigen. Grimes meint auch, dass große Labels das Potenzial klein hielten und Musik belohnen würden, die für den Algorithmus sicher funktioniere. Und das sieht Kim Petras ähnlich: Labels würden sich lieber an Trends wie TikTok-Hypes und Queerbaiting orientieren. Ihr Album will sie aber auf jeden Fall veröffentlichen - ihre Fans hätten schon lange genug gewartet.

Kim Petras will von Label freigestellt werden

COSMO 22.01.2026 2 Min. 46 Sek. Verfügbar bis 22.01.2027 COSMO