Karol G spendet an Opfer des Erdbebens in Kolumbien
Karol G aus Medellín in Kolumbien ist eine von vielen Global-Pop-Stars, die nach der Erdbeben-Katastrophe in Kolumbien versuchen zu helfen. Mehr als 300 Menschen sind bei dem Erdbeben in Kolumbien vor rund zwei Wochen ums Leben gekommen.
Am Sonntag (23.08.) fand das große Benefizkonzert "Voces por la vida" ("Stimmen fürs Leben") statt, bei dem u. a. Karol G performt hat. Bei dem Stadionkonzert in Bogotá standen mehr als 30 Acts auf der Bühne und mehr als 30.000 Leute waren im Vive-Claro-Stadion.
Karol G war mit ihrer Band live zugeschaltet aus einem Stadion in San Francisco. Sie tourt aktuell durch die USA und hat am Freitag (22.08.) noch eine eigene Show gespielt. Aber gerade nicht in Kolumbien sein zu können, beschäftigt sie aktuell sehr.
"Viele von uns - die meisten, vielleicht sogar alle - haben diese Tage als unglaublich schwierig empfunden angesichts der harten Lage, in der sich unsere Landsleute befinden. Wir fühlen uns frustriert. Es fühlt sich egoistisch an zu schlafen. Es fühlt sich falsch an, weit weg zu sein." Karol G
Gleichzeitig sei es unglaublich zu sehen, wie sie in solchen Momenten zeigen, was Kolumbianer:innen ausmache: "Liebe, Solidarität, Empathie, Toleranz, die Fähigkeit, zusammenzukommen, uns gegenseitig zu unterstützen, uns zu vereinen und als Gemeinschaft zu leben."
Insgesamt sollen bei dem Benefizkonzert umgerechnet rund drei Millionen Euro an Spendengeldern zusammengekommen sein. Rund eine Million davon kommt von Karol G und ihrer eigenen Stiftung. Das Geld soll in den Wiederaufbau fließen.
Suge Knight wärmt Legende um Tupacs Asche auf
Aktuell läuft der Prozess gegen Keefe D und dessen mutmaßliche Beteiligung am Mord an Rap-Legende Tupac Shakur. Anfang September wird ein Urteil erwartet. Bis dahin gibt es viele Schlagzeilen rund um den Mord und Aufmerksamkeit für Menschen, die in irgendeiner Form mutmaßliche Insides geben können. Jetzt hat Ex-Hip-Hop-Producer Suge Knight eine alte Legende wieder aufgewärmt.
Dabei geht es darum, dass angeblich Asche vom ermordeten Rapper in einem Joint geraucht worden sein soll. Suge Knight soll das der US-Boulevard-Plattform TMZ gegenüber behauptet haben, schreiben sie. Suge Knight behauptet demnach, Mitglieder von Tupacs Gruppe Outlawz sowie Tupacs Mutter, die Aktivistin Afeni Shakur, sollen kurz nach dem Mord an ihm 1996 in Las Vegas einen Joint geraucht haben.
In diesem Joint sollen sich Teile der Asche vom ermordeten Rapper befunden haben. 2011 haben das schon Outlawz-Mitglieder erzählt. Suge Knight hat letztes Jahr gegenüber dem People Magazine auch so etwas behauptet und meint nun erneut, er wäre dabei gewesen, aber hätte nicht mitgemacht. Tupacs Mutter hat die Gerüchte zurückgewiesen, als sie damals zum ersten Mal verbreitet wurden - 2016 ist sie gestorben.
Suge Knight ist als Ex-Hip-Hop-Producer und neben Dr. Dre als Mitgründer von Death Row Records, wo auch Tupac Shakur gesigned war, bekannt. Suge Knight hat außerdem das Auto gefahren, in dem Tupac erschossen worden ist. Aktuell sitzt er wegen Totschlags im Gefängnis. Mit dem aktuellen Tupac-Prozess möchte er nichts zu tun haben, hat er vor ein paar Wochen gesagt.
Und doch meldet er sich regelmäßig rund um den Mord zu Wort. Ursprünglich war für den aktuellen August ein Buch von ihm über seine Sicht auf den Mord angekündigt. Storys um den Mord an Tupac sind seit der Tat sehr verbreitet. Der aktuell angeklagte Keefe D hatte in seinem Buch über seine mutmaßliche Beteiligung geschrieben, wodurch die Ermittlungen und der Prozess erst losgetreten worden sein sollen.
Update zur "Universidad del Perreo" von Wisin: Doch "nur" ein Album?
"Universidad del Perreo" - die "Perreo-Uni" - so heißt das angekündigte Projekt von Reggaeton-Star Wisin aus Puerto Rico. "Perreo" heißen die sexy Tanzbewegungen zum Reggaeton und Wisin hat von einer neuen vermeintlichen Reggaeton-"Uni" gesprochen. Was tatsächlich dahintersteckt - Workshops oder ähnliches - war noch nicht ganz klar.
Jetzt gibt es offenbar ein kleines Update und es entsteht zunehmend der Eindruck, dass es sich eventuell nur um ein neues Album handeln könnte, denn das trägt auch den Titel "La Universidad del Perreo". Im dazugehörigen Insta-Post erklärt Wisin dieses Album als Anfang seiner "Institution". Ob es diese aber wirklich geben wird und sie zum Beispiel Workshops anbietet, wirkt aber zumindest immer unwahrscheinlicher.
Zur Album-Ankündigung gab es auch ein Video mit dem gleichen Titel wie der Album-Opener: "Professor Sandunga", benannt u. a. nach einem von Wisins Reggaeton-Hits "Sandunga", den er zusammen mit seinem Duo-Partner Yandel und Don Omar releast hat. Am Ende vom Video ist die Wand mit den "Dozent:innen", den Feature-Guests auf dem Album zu sehen wie zum Beispiel Reggaeton-Musikerin Ivy Queen aus Puerto Rico oder auch Kapo aus Kolumbien.
Ob sich das Projekt "Universidad del Perreo" nur aufs Album beschränkt, das am 4. September rauskommen soll, bleibt weiter abzuwarten.
Neues Album von Busta Rhymes und J Dilla: “Dillagence II”
20 Jahre nach dem Tod des Produzenten J Dilla hat Busta Rhymes ein neues Kollabo-Album mit ihm rausgebracht. Der Rapper saß auf knapp 300 J Dilla Beats, ein Teil von ihnen ist nun auf "Dillagence II" zu hören. Die beiden waren Freunde und haben früher zusammengearbeitet. Ihr gemeinsames Mixtape "Dillagence" erschien 2007, ein Jahr nachdem J. Dilla an Lupus gestorben war. J Dilla hatte Busta Rhymes zu seinen Lebzeiten eine Menge Material geschickt, aber der hatte danach kaum in dem ganzen Material gediggt – bis jetzt: Mit "Dillagence II" kommt sein Tribut an den Beatmaker und ein Album zweier Legenden. J Dilla hat Hip-Hop maßgeblich beeinflusst – mit menschlich-organisch klingenden Beats und verschobener Rhythmik. Der Style wurde als "Dilla Time" bekannt. Und auch Busta Rhymes hat ein besonderes Gefühl für Rhythmus – und Tempo. Bekannt ist er für seinen Speed-Rap, seine sehr schnelle Art zu rappen. Im Podcast der New York Times erzählte er, dass er nicht mit Speed-Rap angefangen hat, um cool oder schnell zu sein. Er würde einfach mögen, wie sein Rhythmus mit dem Beat arbeitet. Seine schnellen Flows ziehen sich nun auch durch "Dillagence II". Der jeweilige Signature-Sound von J Dilla und Busta Rhymes kommt in den neunzehn Tracks gut durch. Außerdem sind eine Menge Featuregäste drauf. Wie Ludacris, Jon Batiste, Anderson .Paak, Lil Wayne. Auch der 2025 verstorbene D’Angelo ist auf dem Album zu hören. Der Song "This Woman" ist aus einer unfertigen Kollaboration zwischen D’Angelo und J Dilla entstanden. Busta Rhymes wolle ihnen nun mit dem Track gerecht werden.