Tupac-Mord: Duane "Keffe D" Davis schuldig gesprochen
Fast 30 Jahre lang war der Mord an Tupac Shakur einer der größten ungelösten Fälle der Musikgeschichte. Jetzt gibt es ein Urteil: Eine Jury in Las Vegas hat Duane "Keffe D" Davis wegen Mordes ersten Grades mit einer tödlichen Waffe schuldig gesprochen.
Die Geschworenen brauchten für ihre Entscheidung weniger als drei Stunden. Der heute 63-Jährige hatte auf nicht schuldig plädiert. Nach Angaben seines Anwalts will er gegen das Urteil Berufung einlegen. Davis soll den tödlichen Angriff auf Tupac Shakur organisiert haben. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, eine Waffe beschafft und die Vergeltungsaktion nach einer Auseinandersetzung in einem Hotel in Las Vegas geplant zu haben.
Davis selbst soll nicht geschossen haben. Nach dem Recht des US-Bundesstaates Nevada kann jedoch auch verurteilt werden, wer einen Mord plant oder bei der Tat unterstützt. Auslöser war laut Anklage eine Prügelei wenige Stunden vor der Schießerei. Tupac Shakur und Begleiter sollen Davis’ Neffen Orlando Anderson in einem Casino angegriffen haben. Danach sei Davis mit drei weiteren Männern losgezogen, um Shakur und den Death-Row-Records-Mitgründer Marion "Suge" Knight zu finden.
An einer roten Ampel fuhr ein weißer Cadillac neben das Auto, in dem Tupac Shakur auf dem Beifahrersitz saß. Aus dem Wagen fielen Schüsse. Shakur wurde viermal getroffen und starb sechs Tage später im Krankenhaus. Er war 25 Jahre alt. Knight wurde bei dem Angriff verletzt. Eine zentrale Rolle im Prozess spielten Davis’ eigene Aussagen. Über Jahre hatte er in Interviews, in aufgezeichneten Gesprächen und in seiner 2019 veröffentlichten Biografie über seine Beteiligung gesprochen.
Die Staatsanwaltschaft wertete diese Aussagen als Belege für seine Rolle als Drahtzieher. Die Verteidigung argumentierte dagegen, Davis habe Geschichten ausgeschmückt, um Aufmerksamkeit und Geld zu bekommen. Das Strafmaß soll am 13. Oktober verkündet werden. Davis droht lebenslange Haft.
Tom Hardy wird Rapper – mit Busta Rhymes und Method Man
Er ist Bane, Venom und einer der härtesten Typen Hollywoods. Jetzt kommt Tom Hardy mit Maske und tiefer Bösewicht-Stimme ins Rapgame – gemeinsam mit echten HipHop-Legenden. Der britische Schauspieler hat sein erstes offizielles Rap-Album veröffentlicht: "Czarface Meets Frankie Pulitzer".
Frankie Pulitzer ist Tom Hardys Rap-Name. Für das Album arbeitet er mit Czarface zusammen – einer HipHop-Supergroup mit Wu-Tang-Clan-Rapper Inspectah Deck, Esoteric und Produzent 7L. Auf der Platte sind außerdem große Namen wie Busta Rhymes, Method Man und El-P von Run The Jewels zu hören.
Mit Method Man ist Hardy zum Beispiel auf dem Song "Mad Technology" zu hören. Tom Hardy rappt dabei nicht auf glattem Pop-Sound, sondern auf düsteren East-Coast-Beats mit harten Drums und viel 90er-HipHop. Dazu kommen zahlreiche Anspielungen auf Filme, Comics und Popkultur. Auch optisch bleibt Hardy geheimnisvoll: In Musikvideos trägt er eine Maske. Das passt zu seiner Kunstfigur Frankie Pulitzer – und erinnert natürlich an Bane, den maskierten Bösewicht aus "The Dark Knight Rises".
Auf dem Album holt Hardy tatsächlich auch die tiefe, künstlich verstellte Stimme zurück, mit der er Bane gespielt hat. Dass Hardy rappt, ist allerdings keine spontane Idee. Bereits mit 15 hatte er nach eigenen Angaben einen HipHop-Plattenvertrag. Die Songs erschienen damals nicht. Hardy sagte später, er sei aus einem braven Mittelklasse-Milieu gekommen und zu dieser Zeit noch nicht gut genug gewesen.
2018 tauchte sein altes Mixtape "Falling on Your Arse in 1999" im Netz auf. Damals rappte er unter dem Namen Tommy No 1. Mit Czarface arbeitet er bereits seit 2021 zusammen. Vom Bane zur Boom-Bap-Maske: Tom Hardy hat seinen Platz im Rap offenbar doch noch gefunden – weit weg von Hollywood, aber mit ziemlich viel Starpower am Mikro.
Lionel Richie nach Konzert im Krankenhaus
"All Night Long" gehört zu den Songs, bei denen man eigentlich automatisch mittanzt. Bei seinem Konzert am Samstag in St. Louis musste Lionel Richie den Welthit jedoch im Sitzen zu Ende singen. Danach ließ sich der 77-Jährige im Krankenhaus untersuchen.
Nach Angaben einer Quelle aus Richies Tour-Umfeld, die mit ABC News sprach, begab sich der Sänger vorsorglich selbst in ein Krankenhaus in St. Louis. Sein Tourteam teilte dem US-Magazin Rolling Stone mit, dass es ihm gut gehe. Eine Diagnose wurde bislang nicht bekannt gegeben.
Das Portal TMZ hatte zuvor berichtet, Richie befinde sich auf einer Intensivstation. Ärztinnen und Ärzte sollen demnach unter anderem eine mögliche leichte Dehydrierung prüfen. Richie selbst und sein Team haben diese Angaben bisher nicht öffentlich bestätigt. Besucherinnen und Besucher des Konzerts im Freilufttheater The Muny berichten, Richie habe gegen Ende des Auftritts nach einem Stuhl gefragt. Seinen letzten Song "All Night Long" habe er dann im Sitzen gesungen.
Es ist bereits der zweite gesundheitliche Zwischenfall während seiner aktuellen Tour. Ende Juni hatte Richie ein Konzert in St. Paul, Minnesota, abbrechen müssen. Damals sagte er auf der Bühne, ihm sei schwindelig und er fühle sich seltsam. Anschließend wurde er im Krankenhaus behandelt, zwei Auftritte wurden verschoben. Wenige Tage später stand er wieder auf der Bühne.
Lionel Richie wurde in den Siebzigerjahren als Sänger und Songwriter der Soul- und Funkband The Commodores bekannt. Als Solokünstler wurde er in den Achtzigern mit Hits wie "Hello", "Dancing on the Ceiling", "Say You, Say Me" und "All Night Long" zum Weltstar. Gemeinsam mit Michael Jackson schrieb er außerdem den Charity-Song "We Are the World".
Der nächste Auftritt auf seiner offiziellen Tourliste ist weiterhin für den 26. September in San Francisco angekündigt. Eine Absage gibt es bislang nicht.