Live hören
Jetzt läuft: Espiral von Ela Minus feat. Nick León
Erster Trailer zur 2Pac-Doku "Dear Mama" veröffentlicht

Global Pop News 03.09.2026 Tupac-Mord – Familie erleichtert über Schuldspruch

Stand:

Tupac-Mord – Familie erleichtert über Schuldspruch | Shakira setzt in Madrid ein Zeichen für Latinos

Von Bamdad Esmaili

Tupac-Mord - Familie erleichtert über Schuldspruch

Global Pop News 03.09.2026 2 Min. 12 Sek. Verfügbar bis 02.09.2028 COSMO

Fast 30 Jahre lang war der Mord an Tupac Shakur einer der größten ungelösten Fälle der Musikgeschichte. Jetzt ist Duane "Keffe D" Davis schuldig gesprochen worden.


Tupacs Familie reagiert erleichtert auf das Urteil

Fast 30 Jahre lang war der Mord an Tupac Shakur einer der größten ungelösten Fälle der Musikgeschichte. Jetzt ist Duane "Keffe D" Davis schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen in Las Vegas sahen es als erwiesen an, dass er die Tat organisiert hatte. Davis soll die Vergeltungsaktion gegen Tupac Shakur geplant und die Waffe besorgt haben. Er wurde nicht als Schütze verurteilt. Das Strafmaß steht noch aus, ihm droht lebenslange Haft.

Für Tupacs Familie ist das Urteil ein sehr emotionaler Moment. In einem Statement heißt es, man sei "überglücklich und erleichtert". Die Familie bedankt sich bei der Jury dafür, die Beweise sorgfältig angehört zu haben. Gleichzeitig macht die Familie deutlich: Mit diesem Urteil ist Tupacs Geschichte nicht zu Ende. Sein Vermächtnis und sein Einfluss auf die Welt lebten weiter. Die Angehörigen wollen nach eigenen Angaben weiter alles dafür tun, seinen Geist lebendig zu halten.

Auch für viele Fans ist das Urteil wichtig. Der Guardian hat Menschen getroffen, die Tupacs Musik seit den Neunzigerjahren hören. Einer von ihnen sagte sinngemäß: Manche Dinge brauchten ihre Zeit, aber am Ende fügte es sich doch zusammen. Tupac Shakur war 25 Jahre alt, als er im September 1996 in Las Vegas angeschossen wurde. Sechs Tage später starb er im Krankenhaus. Danach folgten fast drei Jahrzehnte voller Spekulationen, Verschwörungstheorien und offener Fragen.

Das Urteil gegen Davis bringt für viele deshalb ein Stück Gerechtigkeit. Es kann aber nicht erklären, was genau in jener Nacht noch alles passiert ist – und es kann den Verlust für Tupacs Familie und Fans nicht ungeschehen machen. Tupac bleibt für viele weit mehr als ein Kriminalfall: Seine Musik, seine Haltung und sein Einfluss prägen Hip-Hop und Popkultur bis heute.

Shakira setzt in Madrid ein Zeichen für Latinos

Zwölf Konzerte, mehr als 600.000 verkaufte Tickets und ein eigens errichtetes Musikstadion: Shakira macht Madrid im September und Oktober zu ihrer Bühne. Für die kolumbianische Sängerin ist diese Konzertreihe aber viel mehr als ein großes Live-Event. In einem persönlichen Gastbeitrag für die spanische Zeitung El País schreibt Shakira, die Idee sei aus Schmerz entstanden. Sie habe beobachtet, wie Latinos allein wegen ihrer Herkunft verfolgt würden und Familien in Angst leben müssten. Ein konkretes Land nennt sie nicht. Ihre Antwort auf diese Angst sei aber klar: nicht zurückziehen, sondern feiern – mit Würde, Freude und Musik.

Für diese Botschaft habe sie bewusst Madrid ausgewählt. Shakira beschreibt die spanische Hauptstadt als Ort, an dem lateinamerikanische Einwanderung nicht nur toleriert, sondern gefeiert werde. Spanien habe Menschen aus Lateinamerika mit offenen Armen aufgenommen, schreibt sie. Spanien und Lateinamerika seien durch Sprache, Geschichte und viele gemeinsame Gewohnheiten eng verbunden. Für Shakira ist der Atlantik deshalb keine Trennung, sondern eine Verbindung. Die Shows beginnen am 18. September im Madrider Stadtteil Villaverde. Dort wird derzeit ein Musikstadion für 55.000 Menschen aufgebaut – ausdrücklich für Konzerte und nicht für Fußball.

Neben dem Stadion entsteht der "Parque Macondo", eine große Festivalfläche auf rund 30 Hektar. Dort sollen mehr als 100 Künstlerinnen und Künstler lateinamerikanische Kultur präsentieren: mit Musik, Tanz, Literatur, Mode, Gastronomie, Kino und Kunst. Shakira verbindet das alles mit einer weiteren Idee. In ihrem Beitrag schreibt sie, Menschen würden durch das Leben vor Bildschirmen immer einsamer. Die lateinamerikanische Kultur könne ein Gegenmittel sein – weil sie vom gemeinsamen Essen, Tanzen, Feiern und Umarmen lebe. Aus zwölf Konzerten wird für Shakira damit ein großes Fest der lateinamerikanischen Kultur – und ein Statement gegen Angst und Ausgrenzung.

Alphaville vom Glücksgefühle-Festival ausgeladen

Ein Festival mit dem Motto "Good Vibes Only" lädt kurz vor Beginn eine der bekanntesten deutschen Popbands aus – nicht wegen ihrer Musik, sondern wegen möglicher politischer Aussagen auf der Bühne. Alphaville dürfen beim Glücksgefühle-Festival am Hockenheimring nicht auftreten.

Dieses Element beinhaltet Daten von Instagram. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Die Entscheidung sorgt im Netz für heftige Diskussionen. Alphaville gehören mit Hits wie "Big in Japan", "Forever Young" und "Sounds Like a Melody" zu den bekanntesten deutschen Popbands der Achtziger. Sänger Marian Gold ist dafür bekannt, bei Konzerten auch Haltung zu zeigen. Erst Ende August positionierte er sich beim Bautz-Festival in Lüdenscheid gegen rechts.

Eigentlich sollte Alphaville am Freitag beim Glücksgefühle-Festival auftreten. Doch der Veranstalter sagte den Auftritt kurzfristig ab. Der Grund: Auf den Bühnen des Festivals sollten keine politischen Themen oder Reden stattfinden.

In einem Statement erklärt das Festival, Alphaville sei in diesem Jahr bereits bei zwei anderen Veranstaltungen dabei gewesen. Bei einem Auftritt habe sich die Band mehrfach politisch geäußert. Einige Gäste hätten das als störend empfunden. Danach seien beim Veranstalter Nachrichten eingegangen: Die Künstler sollten sich auf ihre Musik konzentrieren. Vor dem nächsten Auftritt sei Alphaville deshalb gebeten worden, politische Ansagen zu unterlassen. Laut Festival hielt die Band sich damals daran.

Vor dem Glücksgefühle-Festival habe der Veranstalter die Vorgabe erneut gemacht. Eine Einigung mit Alphaville sei aber nicht möglich gewesen. Die Festivalleitung betont, es gehe nicht um die politische Haltung von Marian Gold oder der Band. Das Festival stehe für Musik, Freude und ein Wochenende ohne Alltagssorgen. Meinungsfreiheit sei ein hohes Gut, zugleich habe ein Veranstalter das Recht, Regeln für seine Bühne festzulegen. Die Botschaft: "Unsere Bühne gehört der Musik – nicht der Politik."

Alphaville reagierten scharf. Marian Gold schreibt bei Instagram, die Band sei fassungslos. Die Absage gleiche aus ihrer Sicht einem "Maulkorberlass". Er sieht darin einen Eingriff in Meinungs-, Rede- und Kunstfreiheit. Alphaville kündigen an, sich weiter für Freiheit, Toleranz und Demokratie einzusetzen.

Im Line-up stehen auch Künstlerinnen und Künstler wie Nura und Marteria, die sich in der Vergangenheit öffentlich politisch positioniert haben. Eine aktuelle Reaktion von ihnen auf die Ausladung war zunächst nicht öffentlich bekannt.

Der Kölner Rapper MC Rene hat sich dagegen bereits geäußert. Er sagt im Cosmo Interview "der Veranstalter habe Politik von seiner Bühne holen wollen – und damit jeden Auftritt dieses Wochenendes politisch gemacht. Am Sonntag wird zudem in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt".

MC Rene fragt deshalb, wie "glücklich" man sein müsse, damit ein Satz gegen die AfD schon zu viel sei. Das Glücksgefühle-Festival läuft vom 3. bis 6. September am Hockenheimring. Eigentlich sollte dort nur gefeiert werden. Jetzt dreht sich die Debatte vor allem um Meinungsfreiheit und die Frage, ob Musik überhaupt unpolitisch sein kann.

+++ Update: Veranstalter entschuldigen sich bei Alphaville – Band sagt Wiedereinladung ab +++

Am Donnerstagnachmittag kam dann die Kehrtwende. Nach der vielen Kritik wollte das Glücksgefühle Festival Alphaville doch wieder dabeihaben. Festivalmacher Markus Krampe entschuldigte sich und räumte Fehler ein. Gegenüber der Bild sagte er: "Meinungsfreiheit ist das höchste Gut, das wir in Deutschland haben, sie ist zu schützen."

Auch Lukas Podolski begrüßte den Wandel in dem Eklat und schrieb bei Instagram: "Jeder darf seine Meinung sagen und auch mal Kante zeigen. Im Stadion genauso wie auf der Bühne. Ich finde es gut, dass Markus die Entscheidung nochmal überdacht und klar gesagt hat, dass es ein Fehler war. Fehler passieren wichtig ist doch, wie man damit umgeht. Alphaville ist herzlich willkommen, ich hoffe, dass sie wieder dabei sind!“

Alphaville sagt Wiedereinladung ab

Doch Alphaville haben die Wiedereinladung nun abgelehnt. "Wir nehmen die Entschuldigung und Wiedereinladung des Veranstalters Markus Krampe zur Kenntnis und hoffen, dass er von nun an die Bedeutung von Rede- und Kunstfreiheit beim "Glücksgefühle Festival" gebührend respektiert. Ungeachtet dessen haben die vorangegangenen Äußerungen eine Atmosphäre geschaffen, in der wir von einem Auftritt absehen.“ Die Gage für den nun nicht stattfindenden Auftritt will Alphaville an eine gemeinnützige Organisation spenden.