Knallpinke Haare, Ballett-Tütüs mit zerrissenen Strumpfhosen und dazu ein BH – Rising-Popstar Adéla erkennt man sofort. Bekannt wurde sie 2024 durch die Netflix-Doku "Popstar Academy": Das große K-Pop-Label "HYBE" castete damals die Global-Girlgroup Katseye unter hartem Training. Die Teilnehmerinnen kamen aus aller Welt – Adéla gehörte online zu den Fan-Favourites. Mit neunzehn Jahren war sie eine der Älteren und übernahm für ihre Mitstreiterinnen die Rolle einer großen Schwester. Großes Thema war dabei auch ihre langjährige Ausbildung zur Ballerina an renommierten Schulen in Moskau, Wien und London.
Solo-Karriere statt Casting-Band
Ganz knapp erhielt Adéla keinen Platz in der Band "Katseye" - stattdessen widmete sie sich daraufhin ihrer Solo-Karriere. Auf der Platte macht die Musikerin klar, dass sie zu den ganz großen Popgirls gehören will: Ihre Songs erinnern an Britney Spears, Ariana Grande oder Miley Cyrus. Der Titel ihres Debütalbums "PRIMA" leitet sich ab von "Primaballerina". Damit macht sie klar: Nach dem harten Training hat sie sich diesen Platz nun verdient.
Bad Bitches in Bratislava
Gleichzeitig schaut Adéla zurück auf ihre slowakischen Wurzeln: Damit spielt sie in dem Song "KGB" - das steht für das Komitee für Staatssicherheit, der Hauptgeheimdienst der ehemaligen Sowjetunion. Sie meint damit: "Ich bin wie eine Spionin, ich habe Pop studiert." Für ihren Traum zog sie 2022 nach Los Angeles. In "Ain’t in L. A." singt sie aber: Die "baddest Bitches" müssen gar nicht in L. A. sein. Dazu zeigt sie sich im Musikvideo mit ihrer Mutter und Schwester in der Heimatstadt Bratislava. Aus der Slowakei selbst kommt aber auch Kritik: Adéla würde ein klischeehaftes Bild von einem kommunistischen Land und einer Kindheit in der Plattenbausiedlung suggerieren, dabei sei sie selbst nicht in diesen Verhältnissen aufgewachsen.
Selbstbewusst und sexy
International ist der Hype um Adéla jedoch groß. Zu einem ihrer Vorbilder zählt Hollywood-Diva Nicole Kidman, der sie einen ganzen Song widmet: Im Musikvideo dazu spielt sie Szenen aus Filmen nach, in denen Kidman mitgespielt hat, etwa "Babygirl" oder "Moulin Rouge". Ihr Idol ist selbstbewusst und sexy – und genau so inszeniert Adéla sich selbst.