Die Maus hat herausgefunden: Die "Wände" (also die Außenhaut) der Adern sind nicht blau. Dennoch sehen Adern blau aus, obwohl das Blut rot ist. Um dies zu verstehen, hat sich die Maus angeschaut, wie wir Farben sehen.
Einfach gesagt, sind im Sonnenlicht alle Farben enthalten. Trifft das Licht etwa auf einen Apfel – dann werden die Lichtstrahlen entweder zurückgeworfen, also reflektiert oder aufgenommen – das Fachwort lautet "absorbiert". Ein roter Apfel wirft die Farben so zurück, dass unser Auge "rot" sieht. Die anderen Farben werden geschluckt.
Jetzt kommen wir zu unserer Haut. Das Licht dringt unterschiedlich tief in unsere Haut ein.
Das blaue Licht wird schneller gespiegelt. Von den Adern. Das rote Licht dagegen dringt tiefer ein und wird dort geschluckt. Deshalb sehen Adern blau aus.
Je blasser die Haut, desto blauer sehen die Adern aus. Daher kommt es auch, dass früher die adligen Menschen von sich sagten "Wir haben 'blaues Blut'." Die waren nämlich weniger draußen und deswegen eher blass – da konnte man die blauen Adern besonders gut sehen.
Nur bei Adern, die sehr nah an der Hautoberfläche sind, wie im Gesicht, ist das anders. Da wird der rote Anteil des Lichts nicht geschluckt, sondern reflektiert – deswegen werden wir ja auch rot, wenn wir aufgeregt sind und nicht blau.
Die Antwort lautet also:
Im Sonnenlicht sind alle Farben enthalten - aber wenn das Sonnenlicht auf unsere Haut trifft, dann wird das blaue Licht von den Adern direkt reflektiert, die roten Lichtstrahlen dringen tiefer in die Haut ein und werden dann geschluckt. So erscheinen Adern blau, auch, wenn sie eigentlich rot sind.
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