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Szene aus dem Film "Obsession - Du sollst mich lieben"

Obsession – Du sollst mich lieben

Stand:

Ein magischer Gegenstand soll einer unerwiderten Liebe auf die Sprünge helfen. Es funktioniert, mit katastrophalen Folgen: bitterböse Horrorsatire über Besitzdenken und toxische Männlichkeit.

Von Andrea Burtz

Obsession - Du sollst mich lieben

WDR 2 Kino 25.06.2026 02:31 Min. Verfügbar bis 24.06.2028 WDR 2


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Darum geht's

Bear wünscht sich nichts so sehr, wie die Liebe seiner besten Freundin Nikki. Doch er traut sich nicht, sich zu offenbaren. Stattdessen kauft er einen Wunschzweig in einem Esoterikladen. Beim Zerbrechen des Zweiges wünscht er sich Nikkis Liebe. Und wirklich: Nikki ist wie ausgewechselt und lässt nicht mehr von ihm ab. Zunächst lacht sie nur zu laut, ihr Gesicht mutiert zur Grimasse, wenn sie ihm Liebesschwüre entgegenhaucht. Doch Nikki ist nicht mehr sie selbst. Ihre erzwungene Liebe wird zur höllischen Obsession.

Darum geht's wirklich

Der satirische Horror kreist um das Thema toxische Männlichkeit. Bear ist unfähig, seine Gefühle zu äußern und erzwingt stattdessen Nikkis Liebe.

Die spielen mit

Michael Johnston spielt Bear, in der Rolle von Nikki ist Inde Navarrette zu sehen.

Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz

Regisseur, Drehbuchautor und Cutter ist der erst 26 Jahre alte Curry Barker. Der ehemalige Youtuber hat seinen Film mit nur 750.000 Dollar produziert, längst über 200 Millionen eingespielt und wird nicht nur in seiner Heimat USA als Wunderkind gefeiert.

Seine Story beginnt als harmlose Beziehungskomödie und mutiert langsam zum Horror – mit schwarzem Humor.

Barker zieht die Prämisse konsequent durch und erzielt mit der simplen Geschichte große Wirkung: Bear hat Nikki durch den Wunschzweig seinen Willen aufgezwungen, sie kann sich nicht dagegen wehren. Ihr zunächst unangenehmes Verhalten – die Unterwürfigkeit, das kreischende Lachen - wird immer unangemessener, irrer und blutiger, bis zum blanken Horror.

Bear weiß sich irgendwann nicht mehr zu helfen mit dieser Klette und ruft die Firma an, die seinen Wunschzweig hergestellt hat. Der nette Herr am anderen Ende der Leitung verweist auf den Beipackzettel. Solcher Humor ist bei Barker auch in Splattermomenten noch drin – auf die sollen zarte Gemüter gefasst sein.

Barkers Film über toxische Männlichkeit in satirischem Horrorgewand trifft nicht nur einen Nerv. "Obsession – Du sollst mich lieben" beweist auch, dass erfolgreiche Filme keine Millionen kosten müssen. Eine gute Idee und kreatives Potential genügen.

Die Bewertung auf einen Blick

Vier von fünf

Horrorsatire, USA 2026

Länge: 109 min

Ab 16 Jahren

Kinostart: 25. Juni 2026

Sendung: WDR 2 Morgenmagazin, 25.06.2026, ab 05.05 Uhr

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