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Carlos Santana in Köln: Er sitzt und rockt

Von Nick von Przewoski

Wenn er seine Gitarre in der Hand hält, wird Carlos Santana wieder jung. Seine Finger bewegen sich wie in früheren Jahren über die Saiten. In Köln begeistert er das Publikum mit neuen und alten Songs.

Carlos Santana in Köln

"Peace" steht auf seiner Jacke. Immer wieder fliegen weiße Friedenstauben über die Leinwand. Santana macht politische Musik. Vor seinem bekannten Stück "Samba pa ti" ist einer der wenigen Momente, in denen der 78-Jährige einige Worte ins Mikrofon spricht. "Happiness, Joy and Peace. That's the way it's used to be. We are all one." Also: „Glück, Freude und Frieden. So sollte es sein. Wir sind alle eins.“

Der Altmeister in Köln: Carlos Santana zeigt, dass er auch mit 78 Jahren die Gitarre beherrscht, wie kein anderer.

Samba im Sitzen: An der Gitarre ist er ein Virtuose. Santana muss sein Publikum nicht animieren. Er spielt die meisten seiner Songs im Sitzen, was der Stimmung aber nicht schadet.

Unterstützung bekommt Santana von einer achtköpfigen Band. Zusammen erschaffen sie in Köln den typischen Santana-Sound. Der mexikanisch-amerikansiche Musiker ist berühmt geworden durch seine Musik, die verschiedene Einfüsse aus Samba, Salsa, Jazz, Latin und Rock verbindet.

Carlos Santana spielt in Köln nicht nur die Gitarre. Für die verschiedenen Musikstile kommen unterschiedliche Instrumente zum Einsatz, die für einen einzigartigen Wiedererkennungswert sorgen.

Sein Konzert in Köln ist eine musikalische Zeitreise durch die Karriere von Carlos Santana. Er spielt mit seiner Band mit "Evil Ways" aus dem Jahr 1969 einen seiner ersten Hits, aber auch neue Songs wie "Me Retiro", den er erst Mitte des Jahres veröffentlicht hat.

Natürlich fehlen bei den 16 Liedern, die er in Köln spielt, nicht seine größten Hits. Die Stimmung wird besonders bei den Songs "Corazón espinado",, "Smooth" und "Samba pa ti" gut. Viele Zuschauer stehen auf, tanzen und singen mit.

"Peace" steht auf seiner Jacke. Immer wieder fliegen weiße Friedenstauben über die Leinwand. Santana macht politische Musik. Vor seinem bekannten Stück "Samba pa ti" ist einer der wenigen Momente, in denen der 78-Jährige einige Worte ins Mikrofon spricht. "Happiness, Joy and Peace. That's the way it's used to be. We are all one." Also: „Glück, Freude und Frieden. So sollte es sein. Wir sind alle eins.“

"Power and Peace. Love, Harmony und Unity. We love you!" Carlos Santana sagt an dem Abend in Köln wenig, aber wenn er zu den Fans spricht, dann ist es gehaltvoll und politisch. Er fordert Frieden und kritisiert die Politik von Russland, China und Nordkorea.

Im Rahmen ihrer Oneness-Tour kommt die Band um Carlos Santana nur einmal nach Nordrhein-Westfalen. Nach dem Konzert in Köln beenden sie in Hannover und Kopenhagen ihre Europa-Tour. Zuvor waren sie bereits unter anderem in Berlin, Hamburg und Rosenheim.

Carlos Santana zählt zu den einflussreichsten Gitarristen aller Zeiten. Beim Konzert in Köln sehen seine Fans, dass er seine Musik immer noch mit jeder Note fühlt.

Nach etwas mehr als anderthalb Stunden ist Schluss. Zwei Pausen hat sich Santana während des Konzertes genommen. Während er etwas abseits der Bühne sitzt, begeistern die Schlagzeugerin und der Bassist die Menge. Zum Abschluss spielt die Band den Song "Smooth", ein würdiger Abschied.

Stand: 09.08.2025, 00:00 Uhr