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Auf "Wein-Jagd" am Hengsteysee: Blick über den Großteil des Sees mit viel Natur rundherum

WDR 4 Wanderschön Auf "Weinjagd" am Hengsteysee

Am Hengsteysee im Städte-Dreieck Dortmund-Hagen-Herdecke, direkt am denkmalgeschützten Koepchenwerk, liegt der größte und höchste Weinberg des Ruhrgebiets. Allein der Weg dorthin, am Seeufer entlang, ist wunderschön.

Von Ulrike Modrow

Auf "Weinjagd" am Hengsteysee

WDR 4 Wanderschön 12.07.2026 02:27 Min. Verfügbar bis 10.07.2027 WDR 4


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Auf "Weinjagd" am Hengsteysee

Den Weinberg und das historische Kraftwerk kann man auch genauer erkunden: Bei einer "Weinjagd", einer Art Schnitzeljagd, lernt man eine Menge über Industriekultur und Weinanbau – und man erfährt, wie beides zusammengeht.

Auf "Wein-Jagd" am Hengsteysee: Blick über den Großteil des Sees mit viel Natur rundherum

Der Hengsteysee ist der älteste der sechs Ruhr-Stauseen. Man kann ihn komplett umrunden (Rundweg ca. 6,5 Kilometer). Das historische Koepchenwerk, ein Pumpspeicher-Kraftwerk direkt am See-Ufer, wurde 1930 eröffnet und nach seinem Planer Arthur Koepchen bennannt. 1994 wurde es stillgelegt. Inzwischen steht die Anlage unter Denkmalschutz und ist seit kurzem nun auch die Kulisse eines Weinbergs.

Der Hengsteysee ist der älteste der sechs Ruhr-Stauseen. Man kann ihn komplett umrunden (Rundweg ca. 6,5 Kilometer). Das historische Koepchenwerk, ein Pumpspeicher-Kraftwerk direkt am See-Ufer, wurde 1930 eröffnet und nach seinem Planer Arthur Koepchen bennannt. 1994 wurde es stillgelegt. Inzwischen steht die Anlage unter Denkmalschutz und ist seit kurzem nun auch die Kulisse eines Weinbergs.

Wir starten unsere Wanderung an der Ruhrbrücke unterhalb der Dortmunder Hohensyburg. Auf schattigen Wegen geht es am Seeufer entlang, links der Stausee, rechts die bewaldeten Steilhänge.

Auf dem Weg passieren wir das romantische Garten-Cafe "Seeschlösschen" – auch als "Funkenburg" bekannt. Hier residierte im 19. Jahrhundert ein Schraubenfabrikant namens Funke. Wie aus dem Märchenbuch und ein bisschen verwunschen sieht auch das Inselchen gegenüber mit seinem Rapunzel-Turm aus. Hierbei handelt es sich um die Reste einer einstigen Fußgänger-Hängebrücke über den See.

Am Koepchenwerk angekommen – hier informieren Tafeln über die Geschichte des Werks und seit kurzem auch über den Weinanbau an der Ruhr. Vor 4 Jahren hatte der Herdecker Hobbywinzer Elias Sturm die Idee zu dem Projekt. Mit einer Handvoll Freunde pachtete er den Hang direkt über dem Werk und pflanzte die ersten Reben. Seit dieser Saison betreibt er auch eine kleine Weinbar in der alten Turbinenhalle.

In der riesigen Werkshalle mit den originalgetreuen Maschinen geht es dann auf zur eigentlichen "Weinjagd". Bei der Schnitzeljagd im und rund um das historische Werk müssen Schlösser und Codes geknackt, Hinweise gesucht und Rätsel gelöst werden. Dabei lernt man eine Menge über Industriegeschichte und auch über Weinbau.

Natürlich gehört auch der Aufstieg auf den Weinberg dazu. Entlang der alten und markanten Druckrohrleitungen geht es 350 Stufen(!) hinauf. Ein Höhe-Punkt im Wortsinn!

Der Ausblick belohnt die Mühen der steilen Treppen-Tortur. 1200 Reben, das Industriedenkmal und der Hengsteysee liegen einem zu Füßen. Nach dem Abstieg wartet dann ein kühler Tropfen an der Weinbar auf die Teilnehmer der Schnitzeljagd. Dort kann man natürlich auch ohne Aufstieg und ohne Weinjagd-Teilnahme einkehren – die Bar ist an jedem Wochenende von 12 bis 19 Uhr geöffnet.

Öffnungszeiten und Infos zum Weinberg/Weinbar/Führungen/Weinjagd:

Mai bis Oktober: samstags und sonntags 12 – 19 Uhr

Weitere Wanderungen und Spaziergänge bei WDR 4

Sendung: WDR.de, WDR 4 Wanderschön, 10.07.2026, 06.00 Uhr

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