Losing my religion? – Doku über Muslime, die mit dem Glauben ringen
Wütende bärtige Männer und tief verschleierte Frauen - diese Bilder tauchen bei vielen im Kopf auf, wenn es um Musliminnen und Muslime geht. Die Annahme ist häufig: Muslime sind zum größten Teil fromm. Außerdem prägen wenige Radikale das Bild in der Öffentlichkeit.
Von Nabila Abdel Aziz
Dabei geht ein Großteil der Muslime weder in die Moschee, noch pilgert er nach Mekka. Wie viele Menschen sich als gläubig bezeichnen, ist von Community zu Community unterschiedlich. Die Aussagen hängen häufig von Faktoren ab, die eher mit Politik als mit Religion zu tun haben. Unabhängig davon beobachten Wissenschaftler einen noch wenig erforschten Trend zu einem individuelleren Umgang von Muslimen mit ihrem Glauben. Die muslimische Community wird immer diverser.
Im ARD Radiofeature erzählen Musliminnen und Muslime, wie sie sich mit ihrer Religion auseinandersetzen: Manche verlieren ihren Glauben, während andere ihn auf ganz eigene Art und Weise interpretieren. Das führt immer wieder zu Konflikten mit anderen Muslimen und Anfeindungen von Radikalen. Gleichzeitig erfahren auch die, die nicht mehr religiös sind, antimuslimischen Rassismus der Mehrheitsgesellschaft.
Die Recherchen zeigen: Das Bild einer einheitlichen, frommen muslimischen Community in Deutschland war nie so falsch wie heute.
Ausstrahlung am Sonntag, den 7. September 2025 um 13.04 Uhr
Wiederholung am Montag, den 8. September 2025 um 20.03 Uhr
Von: Nabila Abdel Aziz
Redaktion im WDR: Nikolaus Steiner
Produktion: BR 2025