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Die Benediktinerabtei St. Mauritius in Tholey im Nordsaarland vor gelbem Hintergrund; darüber der Titel der Reihe: "Heilige Orte".

Abtei Tholey. Moderne Weltkunst im ältesten Kloster

Stand:

Die Benediktinerabtei Tholey ist das älteste Kloster Deutschlands. Sie ist das geistliche Zentrum der Region und zugleich ein Ort international beachteter Kunst mit Kirchenfenstern von Gerhard Richter und Mahbuba Maqsoodi.

1400 Jahre Klosterbetrieb

Als ältestes Kloster auf deutschem Boden gilt die Benediktinerabtei Tholey im Nordsaarland. Doch auch 1400 Jahre nach ihrer ersten urkundlichen Erwähnung ist die Abtei heute alles andere als eine Klosterruine – auch wenn es Anfang des 21. Jahrhunderts fast danach aussah: Kaum noch Mönche, die Bausubstanz zerfiel, der Abt trat zurück.

Geistliches Zentrum und moderne Kunst

Heute gilt die Abtei St. Mauritius allerdings als geistliches Zentrum in der grenznahen Region zwischen Pfalz und Frankreich, aber auch weit darüber hinaus. Nicht ohne vielfältige Schwierigkeiten konnte die Abtei seit 2008 umfangreich saniert werden, auch die Abteikirche aus dem 13. Jahrhundert, die zu den ältesten gotischen Kirchen Deutschlands zählt. Seit 2020 ist das katholische Gotteshaus zu internationaler Bekanntheit gelangt, denn es wurden drei Fenster des Künstlers Gerhard Richter sowie weitere Fenster der deutsch-afghanischen Künstlerin Mahbuba Maqsoodi eingebaut.

Geht Heiligkeit durch den Magen?

Aber moderne Weltkunst würde das älteste deutsche Kloster wohl nicht so lebendig machen wie monastische Gastfreundschaft – unter anderem kulinarisch: Mehr Zeit in der Küche als in der Kirche verbracht haben soll der 2025 plötzlich und unerwartet verstorbene Abt Mauritius. Wie gelingt es den derzeit elf Mönchen, darüber hinaus Lebendigkeit auszustrahlen, attraktiv zu bleiben für spirituell begeisterte Pilgerinnen wie auch weniger religiös motivierte Touristen? Oliver Buchholz hat einen Tag in der Abtei Tholey verbracht, um herauszufinden: Was macht diesen Ort heilig?

Autor: Oliver Buchholz

Eine Produktion des SR

Redaktion im WDR: Christina-Maria Purkert

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