Die schwarze Madonna
Auf dem riesigen Gelände des Altöttinger Kapellplatzes können Tausende unterkommen. In der Mitte des Platzes steht die Gnadenkapelle, im Kern aus dem 8. Jahrhundert. Darin, im Halbdunkel der Kerzen, wartet die berühmte schwarze Madonna auf die vielen zehntausend Pilger, die immer noch jedes Jahr kommen, allein, in Gruppen, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus. Altötting ist eine Marke.
Wallfahrtsort mit Herz
Außen an der Gnadenkapelle erzählen unzählige Votivtafeln davon, dass die Mutter Gottes wirklich geholfen habe: in der Not, Krankheit und Gefahr. Geronnener Wunderglaube aus Jahrhunderten. Altötting wirbt damit, das "Herz Bayerns" zu sein: auf jeden Fall ist es das Herz des bayerischen Katholizismus. Apropos Herz: Die Wittelsbacher Könige und Kurfürsten haben in Altötting über Jahrhunderte ihre Herzen bestatten lassen, ganz nah an der rätselhaft schwarzen Madonna.
Maria und die Bayern
Wer heute Altötting besucht, lernt viel über die bayerische Geschichte und Lebensart, über die ganz spezielle Beziehung zu Maria, der "Patrona Bavariae", über Reliquienverehrung und Devotionalienhandel. Die Bedeutung als europäischer Wallfahrtsort ist dabei nicht zu unterschätzen. Drei Päpste waren hier. Die Pilger sind international.
Autor: Jasper Riemann
Eine Produktion des BR
Redaktion im WDR: Christina-Maria Purkert
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