Das Blutwunder
Schon als Bad Wilsnack zum ersten Mal in mittelalterlichen Urkunden auftaucht, geht es um ein Wunder: 1383 war das brandenburgische Städtchen in der Nähe der Elbe niedergebrannt worden. In den Trümmern der Kirche fanden sich drei Hostien. Darauf: rote Tropfen – Blut, davon war man im Mittelalter fest überzeugt.
Glaube und Tourismus
Als Ort, an dem Leib und Blut Jesu Christi greifbar sind, wurde Bad Wilsnack mit seiner neu aufgebauten Wunderblutkirche zum Wallfahrtszentrum. Inbrünstiger Glaube verband sich mit handfestem Tourismus – das ist bis heute geblieben. Wobei der Glaube an das Blutwunder inzwischen deutlich abgeklungen ist. Aber noch immer ist die Wunderblutkirche ein heiliger Ort, der auf seine Umgebung ausstrahlt: beim Kirchenrave genauso wie bei der Suche nach Heilung im Kurbad.
Autorin: Kirsten Dietrich
Eine Produktion des RBB
Redaktion im WDR: Christina-Maria Purkert
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