"Wir brauchen mehr Kontroverse. Konstruktiver Streit ist ein Triebmittel für die Demokratie und gegen die Lügen, die sie beschädigen", sagt Michel Friedman. Der Anwalt und Publizist sorgt sich um die Zukunft der Demokratie in Deutschland und Europa.
Am 25. Februar wird Michel Friedman 70 Jahre alt. Doch statt in Feierlaune die Vergangenheit Revue passieren zu lassen, blickt er mit gemischten Gefühlen in Gegenwart und Zukunft. Er sieht die Demokratie von außen wie von innen massiv bedroht.
Einerseits durch den Rechtspopulismus mit seinen antidemokratischen Zielen. Andererseits durch die neue geopolitische Lage, in der sich Deutschland mit Europa konfrontiert sieht. Es brauche viel mehr Engagement, einen Kampf für die Demokratie. Daran glaubt Michel Friedman, weshalb er trotz allem optimistisch bleibt: "Meine Utopie? Weiter stolpern, weiter zweifeln, weiter irren. Ich liebe das Leben. Ich glaube an den Menschen. Trotz allem."
Redaktion: Kathrin Schröter
Buchtipp
Michel Friedman (2025): Mensch! Liebeserklärung eines verzweifelten Demokraten. München: Piper Verlag. 144 Seiten. ISBN: 978-3-8270-1507-5
Sendung: WDR 5, Neugier genügt, 18.02.2026, 10:04 Uhr