Monchi neben dem Ortsschild von Jarmen

WDR 5 Neugier genügt Monchi: Anpacken statt Abwenden

Wie lebt es sich in der Provinz, wenn eine Mehrheit Rechte, Rechtsextreme und -radikale unterstützt? Punkmusiker Monchi setzt auf Auseinandersetzung und Verbindung, auf gute Laune – und darauf, gemeinsam anzupacken.

Jan Gorkow alias Monchi ist in Mecklenburg-Vorpommern bekannt wie ein bunter Hund – als Punkmusiker, Buchautor, antifaschistischer Aktivist. “Wir kommen in Frieden“, das letzte Album seiner Band Feine Sahne Fischfilet, schaffte es an die Spitze der Charts.

Der Musiker und Schriftsteller kritisiert die demokratischen Parteien für ihren Umgang mit der AfD: "Ich habe das Gefühl, die kriegen´s nicht mehr gerissen." Dabei gebe es durchaus Ideen und Möglichkeiten, die Menschen zu verbinden – etwa mit einem selbstorganisierten jährlichen Musik-Festival in seinem Heimatdorf. Monchi lebt in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Land, er ist Projektionsfläche, für Freund und Feind. Das Konzept der Brandmauer zweifelt er an – weil es im Kleinen, auf dem Land, nicht funktioniere. "Ich würde es total super finden, wenn die AfD von der Macht ferngehalten wird. Ich glaube nur nicht dran. Also muss ich mich damit auseinandersetzen."

Angaben zum Buch:

Monchi (2026): Jenseits der Bandmauer. Mein Leben in der ostdeutschen Provinz. Köln: Kiepenheuer & Witsch. 229 Seiten.

Redaktion: Kathrin Schröter

WDR 5, Neugier genügt, Redezeit, Sendung vom 14.09.2026, 10:04 Uhr