Die AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel geriet Anfang des Jahres in die Schlagzeilen als sie Adolf Hitler als "sozialistisch-kommunistischen Typ." bezeichnete. Gesagt hat sie das während des Bundestagswahlkampfs – in einem Gespräch mit Elon Musk.
Geschichte wird nicht nur erinnert, sie wird gemacht. Und manchmal wird sie gezielt verändert. In seinem Buch "Das deutsche demokratische Reich" beschreibt Volker Weiß, wie die extreme Rechte systematisch versucht, Geschichte umzudeuten, um daraus politisches Kapital zu ziehen.
Diese Geschichtsumdeutung ist längst zu einem politischen Mittel geworden. Gesicherte historische Erkenntnisse und Beschreibungen sollen verhandelbar gemacht werden. Fakten werden relativiert, Begriffe neu besetzt, Symbole für die eigene Position vereinnahmt.
Warum genau funktioniert dieses Vorgehen so gut? Welchen Einfluss hat das Internet auf diese Entwicklung und was können wir als Gesellschaft dem entgegensetzen?
Redaktion: Valentina Dobrosavljević
Buchtipp:
Volker Weiß (2025): Das Deutsche Demokratische Reich – Wie die extreme Rechte Geschichte und Demokratie zerstört. Stuttgart: Klett-Cotta. 228 Seiten. 25 Euro. ISBN: 978-3-608-12389-0